Springe zum Inhalt

OP meiner Schilddrüse – Ein Erfahrungsbericht

4.93/5 (427)
Szintigraphie der Schilddrüse
What? Knoten in der Schilddrüse? Vergrößert? OP? Don't panic.

Ich schreibe diesen Bericht für alle, die Fragen zur OP der Schilddrüse haben, die vielleicht selbst gerade die Diagnose erhalten haben, dass sie kalte Knoten in der Schilddrüse haben oder eine Struma (früher auch als "Kropf" bezeichnet), die Angst vor einer OP haben oder ein paar Symptome bei sich hier wieder finden, die evtl. darauf hindeuten, dass die Schilddrüse um Hilfe ruft. Ich hatte verdammt viele Fragen und habe nur wenige Erfahrungsberichte von anderen gefunden. Deshalb habe ich meine Erfahrungen hier festgehalten, und wenn ich nur einem damit weiter helfen oder ein wenig die Angst nehmen kann, habe ich mein Ziel schon erreicht. Ich war noch niemals vorher im Krankenhaus, hatte noch keine schlimme Krankheit, noch nie einen Knochen gebrochen oder eine Sehne gerissen. Mein erklärtes Ziel war, mit allen meinen Organen und vollständig heile ins Grab zu fahren, wenn es an der Zeit ist. Tja, Mission failed, Mission im Arsch, weil meine Schilddrüse da wohl nicht mit machen wollte. Ich habe alles in Text und Bildern, fest gehalten, von Anfang an, und am Ende ist es ein ziemlich langes Brötchen geworden, das ich hier nieder geschrieben habe.

Hier die Themen im Überblick:

Wenn ihr Fragen habt, dann schreibt mir, ich versuche, so gut es geht zu helfen und alles zu beantworten. 🙂

Ich fühle mich komisch - Die Symptome

Was ist eigentlich los mit mir? Ich hatte schon länger das Gefühl, dass ich selbst nicht mehr so richtig "rund" laufe. Kurz und knapp kann ich jetzt folgende Veränderungen nennen, die ich mir selbst im Laufe der letzten Jahre immer mal wieder notiert oder die ich an mir festgestellt habe. Ob das alles Dinge sind, die unmittelbar mit der Schilddrüse zusammen hängen, kann ich (noch) nicht sagen.

Veränderungen und "Symptome":

  • Innere Unruhe und Nervosität
  • Unfähigkeit, runter zu kommen und zu entspannen
  • Herzrasen
  • Nachts den eigenen Pulsschlag durch die Ohren rauschen hören
  • Müdigkeit
  • Keine Motivation mehr, zum Sport zu gehen seit fast 1,5 Jahren (Sport gehört zu mir wie die Highlands zu Schottland!)
  • Konzentrationsschwierigkeiten (Unfähigkeit, auf der Arbeit mal länger als eine Stunde zu sitzen)
  • Vergesslichkeit (Sätze wie z. B. "Darüber haben wir doch gesprochen" oder "Das weißt du nicht mehr?" habe ich häufiger gehört)
  • Ein Gefühl des "nichts mehr so wirklich und richtig empfinden" (Eigentlich bin ich ein empathischer Mensch)
  • Unfähigkeit, mich selbst zu ordnen und zu koordinieren (Zuhause und auf der Arbeit)
  • Fahrigkeit (Hatte was von Grobmotorik)
  • Pfeifen im Ohr, vor allem Nachts
  • Druckgefühl im Hals
  • Schluckbeschwerden beim Essen (Das wurde immer schlimmer. Ich dachte allerdings, das liegt daran, dass ich den Krempel nicht richtig kaue)
  • Das Gefühl, nicht mehr richtig sehen zu können (Sehtest war super, alles okay mit meinen Augen)
  • Brennende, trockene Augen
  • Fissel-Haare, spröde und trocken

Ich bin dann, nachdem das Druckgefühl im Hals immer stärker und nerviger wurde und nach einem Gespräch mit meiner Mama, die mich ausdrücklich darum gebeten hat, das abchecken zu lassen (Sie hatte selbst mal Probleme mit der Schilddrüse), zu meiner Ärztin gegangen. Wer von euch eine sehr gute Allgemein-Ärztin in Frankfurt sucht, dem kann ich Frau Dr. Nehmet ans Herz legen. 🙂 Sie hat meinen Hals abgetastet, einen Ultraschall gemacht und festgestellt, dass dort ein Knoten bzw. eine Veränderung ist. Was genau, kann per Ultraschall nicht festgestellt werden, es könnte auch eine Zyste sein. Also hat sie mir eine Überweisung an die Radiologie in Frankfurt gegeben, um eine Schilddrüsen-Szintigraphie zu machen und genauer abzuklären, was da los ist. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass da nichts dramatisches dahinter steckt und alles okay ist. Also war ich auch nicht beunruhigt und habe erstmal abgewartet, was das überhaupt ist.

Schilddrüsen-Szintigraphie

Am 30.06.17 bin ich dann in die Radiologie gegangen, um besagte Szintigraphie meiner prinzessinnenhaft rumzickenden Schilddrüse zu machen. Zuerst wird noch mal eine Ultraschall-Untersuchung gemacht und Blut abgenommen, um die aktuellen Werte festzuhalten. Erst danach folgt die Szintigraphie, die im Prinzip nichts anderes ist, als ein erweiterter Scan der Schilddrüse.

Die Szintigraphie läuft so ab:

Es wird euch ein radioaktives Material gespritzt, das sich nur in der Schilddrüse anreichert. Das Mittel verbleibt wohl nicht lange im Körper und die Strahlenbelastung ist gering. Ihr müsst dann ca. 15 bis 20 Minuten warten, bis die Substanz vom Körper aufgenommen wurde. Danach setzt ihr euch vor ein Gerät, euer Kopf wird leicht fixiert und ihr dürft euch ca. 8 Minuten nicht bewegen, während eure Schilddrüse gescannt wird. Fertig. Auf das Ergebnis müsst ihr jetzt ein paar Tage (bei mir waren es 5) warten. Alles wird samt einer Empfehlung zur weiteren Behandlung an euren Hausarzt geschickt, mit dem ihr dann alles weitere besprecht.

Die Diagnose: Struma Multinodosa mit kalten Knoten auf beiden Seiten

What the hell?! Ich hab ne vergrößerte Schilddrüse? Ist das etwa so ein Kropf? Und da sind auch noch Knoten drin? Auf beiden Seiten? Okay, das kam jetzt doch ein wenig überraschend, aber beunruhigt hat es mich trotzdem noch immer nicht. Nach wie vor war ich der Meinung, das kriegt man mit Medikamenten schon wieder hin. Meine Hausärztin hat alles mit mir besprochen und ich konnte erste Fragen klären. Was bedeutet das jetzt? Könnte das Krebs sein? Muss ich das jetzt doch operieren lassen?

Zur Erklärung: Schilddrüsen dürfen ein Gesamtvolumen (Länge x Breite x Tiefe) von bis zu 18 ml bei Frauen und bis zu 25 ml bei Männern betragen, um als "normal" zu gelten, das ist ein Richtwert, der festgelegt wurde. Mit 25 ml war meine also 7 ml zu groß und gilt als Struma bzw. vergrößerte Schilddrüse. Zusätzlich hatte ich einen kalten Knoten (2,4 cm) im linken Schilddrüsen-Lappen und einen kalten Knoten im rechten Schilddrüsen-Lappen (2,2 cm). Linker und rechter Lappen, weil die Schilddrüse aus zwei Teilen/Lappen besteht, die als zwei getrennte Bereiche behandelt werden. Im Szintigrammm (s. Abb.1) kann man das sehen.

Kalte Knoten sind Bereiche in der Schilddrüse, die keine Hormone mehr produzieren und inaktiv sind. Sie reichern sich nicht mit dem gespritzen radioaktiven Mittel an und erscheinen dann im Szintigramm blau bzw. dunkel, daher kommt die Bezeichung "kalt". Sie tendieren in manchen Fällen dazu, bösartig zu werden und Krebszellen auszubilden.

Neben kalten Knoten gibt es auch noch warme bzw. heiße Knoten. Diese produzieren im Übermaß Hormone und heißen so, weil sie die radioaktive Substanz aufnehmen und im Szintigrammn rot erscheinen. Heiße Knoten sind ungefährlich und können gut behandelt werden.

Ich hatte jetzt also zwei Optionen:

  1. Entfernung der Knoten und des vergrößerten Gewebes durch eine OP.
  2. Alles bleibt, wie es ist, aber alle drei Monate müssen beide Knoten punktiert (Feinnadelpunktion) und bei bösartiger Veränderung dann opertiert werden.

Da ich ja eine Mission hatte (Vollständig mit allen Organen irgendwann mal ins Grab bzw. auf die nächste Ebene switchen), wollte ich nach wie vor eine OP unbedingt vermeiden. Auf der anderen Seite bin ich nicht der Typ dazu, alle paar Monate in meinem Hals rumstechen zu lassen um dann, wenn es scheiße läuft, irgendwann Krebs zu haben. Schilddrüsenkrebs kann zwar gut behandelt werden, aber die Vorstellung, dass die Knoten weiter wachsen, fand ich nicht so super. Zumal ich mich ja auch nicht so wirklich gut gefühlt habe in den letzten Monaten und ich diese Symptome und Empfindungen los werden wollte. Also habe ich mit meiner Hausärztin besprochen, die mir daraufhin eine Überweisung ins Bürgerhospital gegeben hat, um hier mit den Experten zu sprechen. Ich wollte genau wissen, wie meine Optionen aussehen, was ggf. die bessere Entscheidung ist, wo die Risiken liegen usw.

Die Entscheidung: Operation oder nicht

Am 27.07.17 hatte ich dann mein Vorgespräch mit Dr. Lula Gebrehiwot, einer Ärztin aus dem Bürgerhospital. Vorher habe ich mir alle Fragen aufgeschrieben, die ich hatte. Zu dem Szintigramm, der Diagnose, Bezeichnungen oder Werte, die ich nicht verstanden habe usw. Einfach alles, was ich wissen wollte, um die für mich beste Entscheidung zu treffen. Diese nimmt euch in so einem Fall nämlich kein Arzt ab. Ich habe die Frage "Was raten Sie mir?" natürlich auch gestellt. Und ihre Antwort war "Diese Entscheidung kann ich Ihnen leider nicht abnehmen" Die müsst ihr also für euch selbst treffen. Meine Freundin/Lebenspartnerin (Claudi) ist zu diesem Gespräch mit gekommen, da auch sie Fragen hatte. Ich glaube, wir haben eine ganze Stunde mit Dr. Gebrehiwot gesprochen, sie hat uns alles genau erklärt, auf alle Fragen geantwortet und im Laufe des Gesprächs habe ich gemerkt, dass ich mich vermutlich doch für die OP entscheiden werde. Aber ich war mir noch nicht sicher und wollte noch keinen OP-Termin machen. Also sind wir so verblieben, dass ich mir die Zeit zum Überlegen nehme und mich dann noch zurück melde.

Viele Schilddrüsen-OPs werden in Deutschland zu schnell gemacht und einige kann man vermeiden, da es noch andere Möglichkeiten gibt. Was ich bei dieser Ärztin sehr toll fand war, dass ich nie das Gefühl hatte, sie will mich zu der OP überreden. Wir haben ganz sachlich über die Möglichkeiten gesprochen, die ich hatte.

In den nächsten Tagen habe ich alles, was ich zu dem Thema "Schilddrüse" im Internet finden konnte, gelesen und/oder mir angeschaut: Erfahrungsberichte von OPs, Live-OPs auf YouTube, kalte Knoten, heiße Knoten, Schilddrüsenkrebs, welche Tablette muss ich dann nehmen, wie verkraftet das der Körper, wie fühlt man sich danach, was sind die Risiken, verändert das mein Wesen, tut Feinnadelpunktion weh, wie sieht die Narbe aus, was passiert bei der Vollnarkose usw. Außerdem habe ich mit Menschen in meiner Umgebung gesprochen, die auch schon eine OP an der Schilddrüse hinter sich haben oder andere Probleme mit diesem kleinen Organ.

Ich habe mir 3 Tage Bedenkzeit gegeben.

Fakten, wenn ich mich für die OP entscheide:

  • Bis zum Ende meines Lebens einmal am Tag ne Tablette schlucken (L-Thyroxin)
  • Ggf. dauert es lange, bis die richtige Dosis eingestellt ist, also scheiße fühlen, testen, ggf. immer noch scheiße fühlen, testen und irgendwann dann gut fühlen oder auch nicht
  • Narbe am Hals (nervt mich, ich bin eitel)
  • Doofes Gefühl, ein Organ, das zu mir gehört, plötzlich nicht mehr zu haben
  • Mein Plan, ohne Brüche und mit allen Organen ins Grab einzufahren, scheitert

Fakten, wenn ich mich gegen die OP entscheide:

  • Alle drei Monate beide Lappen punktieren mit der Chance, dass nur aus gesundem Gewebe das Zeug gezogen wird und evtl. krankes Gewebe nicht punktiert wird und es fälschlicherweise zu der Annahme kommt, alles fit und okay, obwohl es ggf. Krebs geworden ist
  • Dauernde Gedanken daran, dass es bösartig werden könnte
  • Struma wächst weiter und stört mich noch mehr
  • Organ bleibt bei mir
  • Keine Narbe

Am 29.08. habe ich mich dann für die OP entschieden. Nach langen Gesprächen mit vielen Menschen, viel Lesen und Hören auf mein eigenes, inneres Gefühl hat das für mich einfach am meisten Sinn gemacht. Adieu und goodbye Mission "Körperlich vollständige Grabeinfahrt", welcome Mission Impossible. Als Krankenhaus/OP-Jungfrau war ich ein wenig nervös, Angst hatte ich aber nicht. Und auf die Vollnarkose habe ich mich tatsächlich gefreut.

Die OP: Entfernung meiner Schilddrüse (Thyreoidektomie)

Ich habe die OP im Bürgerhospital in Frankfurt am Main machen lassen. Wie schon erwähnt, kann ich euch dieses Krankenhaus sehr ans Herz legen, wenn es um das Thema Schilddrüse geht. Für die Ärzte dort ist das ein Routine-Eingriff, sie sind spezialisert auf Schilddrüsen-OPs und das gesamte Team dort ist mega nett, freundlich, hilfsbereit. Alles, was ich hier schreibe bezieht sich also auf meine Erfahrungen im Bürgerhospital in Frankfurt.

01.09.17 - Tag der Voruntersuchungen und -gespräche
Einen Tag vor der OP werden sämtliche Voruntersuchungen gemacht und wichtige Gespräche geführt.
Die Voruntersuchungen haben bei mir 5 Stunden (9 bis 14 Uhr) gedauert. Ihr könnt und solltet an diesem Tag ALLES fragen, was euch auf dem Herzen liegt, wovor ihr ggf. Angst habt, wo eure Bedenken liegen, wie der OP-Ablauf ist, was mit euch gemacht wird, wie lange ihr im Krankenhaus bleiben müsst und so weiter. Ich war an einem Freitag da und konnte über's Wochenende erstmal wieder nach Hause, da mein OP-Termin erst am Montag darauf war. Manchmal ist es aber auch so, dass ihr direkt da bleibt und die OP am nächsten Tag erfolgt. Hier die Fragen, die ich hatte und die mir auch alle komplett und mit Geduld von allen Ärzten, Schwestern und Pflegern beantwortet wurden:

  • Wie lange dauert die OP? --> Ca. zwei Stunden.
  • Ist jemand da, wenn ich aus der Narkose aufwache? --> Ja, im Aufwachraum ist permanent jemand, der nachschaut, ob alles okay ist. Außerdem seid ihr an Geräte angeschlossen, welche alle Vitalfunktionen überwachen.
  • Wie lange muss ich im KH bleiben? --> Ca. drei bis vier Tage.
  • Wie lange bin ich danach krankgeschrieben? --> Ca. zwei bis drei Wochen.
  • Wer stellt mich auf die richtige Dosis L-Thyroxin ein bzw. ist meine Hausärztin meine Ansprechpartnerin? --> Meistens übernimmt das die Hausärztin, die Endokrinologie ist und bleibt aber euer permaneter Ansprechpartner, wenn ihr Frage habt, ihr könnt dort jederzeit anrufen.
  • Wie lange dauert es, bis ich auf die richtige Dosis L-Thyroxin eingestellt bin? --> Das ist individuell unterschiedlich und kann nicht genau vorhergesagt werden.
  • Woran merke ich, wenn ich zu wenig oder zu viele Hormone nehme? --> Dann setzen die typischen Symptome einer Unter- bzw. Überfunktion.
  • Was mache ich dann, wenn ich mich scheiße fühle? --> Mit eurem Hausarzt oder der Endokrinologie sprechen.
  • Wie viel meiner Schilddrüse wird entfernt? --> Das kommt darauf an, wo die Knoten liegen, Ggf. kann man Gewebe erhalten.
  • Kann das, was übrig bleibt, die Hormonproduktion vollständig übernehmen? --> Meistens müsst ihr täglich eine Tablette schlucken, die aber niedrig dosiert sein kann, je nachdem, wie viel Gewebe ihr noch habt.
  • Wann weiß ich, ob die Knoten gutartig oder bösartig waren? --> Wenn das herausoperierte Gewebe eingeschickt und untersucht wurde.
  • WLAN im KH? (Die wichtigste aller Fragen! :-P) --> Aber natürlich.
  • Braucht die Narbe spezielle Pflege --> Kann man machen und diese z. B. mit speziellen Narbensalbeln behandeln. Muss man aber nicht.
  • Müssen alle Piercings raus? (Katastrophe) --> Ja.

Ablauf der Voruntersuchungen:

  1. Nummer ziehen und warten.
  2. Kurzes Gespräch, wer ich bin und unterschreiben von 5 Zetteln (Einverständniserklärungen, alles formelle Dinge).
  3. Zur netten Schwester rauf auf die Station (N2) und eine Art Laufzettel bekommen, wo ich jetzt überall hin muss.
  4. EKG (Dauer: 20 Sekunden, hell das ging schnell).
  5. Fragebogen ausfüllen: Persönliche Daten, Aufklärung zur Narkose und OP (wer eh schon besorgt ist, sollte sich NICHT durch lesen, was da alles passieren KÖNNTE).
  6. Blutdruck-Messung und Messung der Maße für Trombose-Strümpfe *wtf*
  7. Aufklärungsgespräch und Klärung von Fragen mit Assistenzärztin über die OP und Narkose, Blutabnahme und Abtasten der Schilddrüse.
  8. Stimmband-Check bei der HNO-Ärztin.
  9. Aufklärung und weitere Fragen durch die Anästhäsie-Ärztin und Abhören der Lunge.

Es werden euch u.a. Fragen zu Allergien und irgendwelchen Unverträglichkeiten gestellt, zu vorherigen OPs oder Krankheiten und ihr müsst viele Bögen ausfüllen. Außerdem solltet euer Gewicht wissen, daran wird u. a. die Narkose festgelegt. Am besten also vorher mal wieder wiegen. 🙂 Sagt auch alles, was ihr als wichtig erachtet. Mir z. B. rauscht gerne mal der Kreislauf ab, wenn mir Blut abgenommen wird oder ich eine Spritze kriege. Dann war meiner Freundin und mir sehr wichtig, dass sie direkt nach der OP angerufen wird, dass alles gut gegangen ist. Das wird alles notiert.
Am Schluß geht's wieder zu der freundlichen Schwester, die euch ganz am Anfang los geschickt hat. Dann dauert's noch mal ein paar Minuten und ihr seid erstmal fertig. Mir wurde dann noch die Uhrzeit für den OP-Montag genannt, wann ich da sein soll (7 Uhr, spitzen Übung für Morgenmuffel!).

Ich habe alle Zettel, die ich ausfüllen musste oder die ich als Info mitbekommen habe, aufgelistet - eine ganze Menge!

04.09.17 - OP-Tag
Am Abend vor der OP hätte gerne ein bis drei Gläser Rotwein vernichtet (Leichte Nervosität kam zu diesem Zeitpunkt auf), aber ich durfte ja nichts mehr essen und trinken. Und die Aussicht, dass mir mein Mageninhalt während der OP in die Lunge läuft oder ich an meiner eigenen Kotze ersticke, fand ich nicht so prickelnd. Also Augen zu und ohne Rotwein durch.

Pünktlich um 7 stand ich dann mit meiner Tasche auf der Station, wo ich bereits erwartet und sehr freundlich empfangen wurde. Als erstes wurde mir dann mein Identifikations-Band ums Handgelenk gelegt und mein Zimmer gezeigt. Meine Bettnachbarin, die sich zwei Stunden später als sehr freundliche Dame mit Namen Ulla herausstellte und die ich auch schon beim Vorgespräch am Freitag kennen gelernt hatte, war noch nicht da. Fand ich ganz gut so, um mich zu aklimatisieren und ungestört mit meiner neuen Reizwäsche anzufreunden, die ich gegen meine Sachen tauschen durfte.

Die OP war für ca. 13 Uhr angesetzt, ich hatte also noch genug Zeit, um mich von meiner Schilddrüse zu verabschieden, meine Piercings zu entfernen und mich in meine neuen Klamotten zu schmeißen. Zwischendurch habe ich noch eine Thrombose-Spritze in den Bauch bekommen. Die kann man sich auch ins Bein setzen lassen, aber Bauch erschien mir angenehmer.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt 17 Piercings, und die mussten vor der OP alle raus. Am Ende habe eine volle Stunde dafür gebraucht, alle raus zu friemeln.

Die Schnittführung für die Schilddrüsen-OP wird schon vor der Narkoseangezeichnet, um eine optimale bzw. möglichst kleine Narbe zu bekommen.
Anzeichnung der späteren Schnittführung für die OP.

Irgendwann kam dann Dr. Gebrehiwot zu mir, um noch mal über die anstehende OP zu sprechen, ausstehende Fragen zu klären und die Schnittführung auf meinen Hals zu zeichnen. Das wird vorher gemacht, um den Schnitt kosmetisch so gut wie möglich zu setzen, so dass die Narbe am Ende nicht so auffällt. Würde man schon liegen, sähe der Hals ja anders aus und der Schnitt wäre dann nicht so sauber. Deshalb wird er angezeichnet, wenn man noch wach ist und aufrecht sitzt und nicht erst, wenn man bereits zugedröhnt auf dem OP-Tisch liegt. 🙂 Ich habe mir die Schnittführung im Spiegel angeschaut, um mich schon mal darauf einzustellen, dass ich in ein paar Stunden dort eine Narbe habe.

Eine Frage, die ich unbedingt noch klären wollte war, ob die Schilddrüse bei der OP vollständig entfernt wird oder ein Rest bestehen bleibt. Bei einer Struma mit Knoten kann es sein, wenn die Knoten günstig liegen, dass ein Rest des Gewebes erhalten bleiben und so weiter für die Hormonproduktion sorgen kann. Dann muss ggf. keine Tablette geschluckt werden oder nur eine geringe Dosis. Aber dann kann es sein, dass die Schilddrüse wieder wächst und es erneut zu einer Struma kommt oder sich neue Knoten bilden. Außerdem kann es ja auch sein, dass das Gewebe schon bösartig verändert ist. Das aber kann man erst feststellen, wenn das herausgenommene Gewebe untersucht wurde, und es dauert ein paar Tage. Dann muss ggf. erneut operiert werden, wenn es schon Schilddrüsen-Krebs ist, um alles komplett zu entfernen. Wenn also Gewebe erhalten bleiben kann, dann entscheiden die Ärzte, ob sie es drin lassen oder entfernen. Es sei denn, man selbst möchte das entscheiden, ob es drin bleibt oder ob die Schilddrüse komplett entfernt wird. Ich habe mit Dr. Gebrehiwot darüber gesprochen und mich dann für die komplette Entfernung der Schilddrüse (Thyreoidektomie) entschieden. Wenn ihr also in dieser Situation seid, dann nutzt die Möglichkeit, für euch selbst entscheiden zu können. Es ist euer Körper und ihr lebt damit. 🙂

Gegen 13 Uhr kam dann eine der freundlichen Schwestern mit den Worten "Es geht los" und der Scheiß-egal-Pille im Gepäck rein. Natürlich wollte ich wissen, wie die Tablette heißt, wie sie wirkt und weshalb genau ich sie nehmen soll. Das Teil nennt Midazolam und es wird unter dem Handelsnamen "Dormicum" vertrieben. Die Wirkung ist angstlösend, dämpfend, schlaffördernd und krampflösend und hatte bei mir durchaus auch noch andere Nebeneffekte.

Der Weg vom Zimmer zum OP kam mir ewig vor, ich hatte das Gefühl, ich fahre 50 Stockwerke runter in den Keller oder die Hölle. Mit dem Pfleger habe ich mich auch unterhalten, aber über was genau: keinen Schimmer. Unten im OP bekam dann alles eine leicht skurrile Note und ich weiß bis heute nicht, ob der Mensch in der OP-Kluft wirklich so seltsame Sachen erzählt hat oder ob das an meinem sedierten Geist lag. 🙂 Die Lampe über mir hat witzige Sachen gemacht und dauernd hat mich jemand gefragt, wie ich heiße und wann ich geboren bin. Ich lag noch ein paar Minuten oder auch länger in einem Raum, bis mich jemand ins OP-Zimmer gefahren hat. Ich habe mich erkundigt, wieso man eigentlich nur mit dieser winzigen Unterhose bekleidet im OP liegen muss und ob die Menschen im OP  komische Dinge mit einem machen, während man schläft. An die Antworten kann ich mich blöderweise nicht mehr erinnern. Außerdem habe ich mich bedankt, dass ich endlich mal legal Drogen nehmen darf.

Die Narkoseärztin hat mir auch was erzählt und mir immer mit geteilt, was sie gerade macht. Sie hat dann irgendwann auch meine Arme festgeschnallt. Ich hab sie gefragt, wieso sie das macht und sie hat mir auch geantwortet, aber an ihre Antwort kann ich mich ebenfalls nicht mehr erinnern. Dann hat mir jemand anderes freundlich hallo gesagt und mir erklärt, dass ich hier in guten Händen bin. Daran hatte ich nicht den leistesten Zweifel. Zwischenzeitlich hatte ich kurz den Gedanken, was mache ich hier überhaupt, allerdings war es mir schon wieder egal, bevor ich es mit mir ausdiskutieren konnte. Man könnte dieser Pille auch den Titel "Mir alles scheißegal, macht doch, was ihr wollt, ich hab sowieso Spaß"-Pille verleihen.

Ich habe noch gesehen, dass in den Zugang, der mir in der Hand gelegt wurde (Wann ist das passiert? Don't remember.), etwas gespritzt wurde. Es hat mir jemand eine Maske auf's Gesicht gesetzt und mir viel Spaß und schöne Träume gewünscht. Meine Gedanken waren, ah nice, es geht los und dass ich jetzt klar werden und so lange wach bleiben muss, wie ich kann, um das Gefühl komplett auszunutzen. Ich wollte schon immer wissen, wie es ist, eine Vollnarkose zu bekommen. Es hat exakt zwei Atemzüge gedauert, bis ich weg war. 😀

Das Aufwachen oder die Heulphase
Das Aufwachen nach der Narksoe bzw. der OP war seltsam aber gar nicht schlimm. Ich bin immer wieder zwischendurch halb wach geworden, wenn eine Maschine meinen Blutdruck gemessen hat. Das kam mir ziemlich laut vor. Ich habe scheinbar die ganze Zeit geheult, habe das auch ab und zu selbst gemerkt, mich aber überhaupt nicht schlecht gefühlt. Ich habe gar nichts gefühlt, war aber entspannt. Die Augen konnte ich nicht richtig auf machen und wenn, dann war alles verschwommen. Jedes Mal, wenn ich wieder wach geworden bin (das kam mir vor, wie 20 oder 30 mal), stand am Fußende eine verschwommene Gestalt (Ein Engel? Nö, nichts anderes als die Pfleger/Schwestern, die einen nach der Narkose im Aufwachraum beobachten und checken, ob alles okay ist). Das hat mich sehr beruhigt, obwohl ich immer noch geheult habe.

Jedenfalls erinnere ich mich, dass jemand gefragt hat "Was ist denn da los?" und ein anderer hat geantwortet "Das geht schon die ganze Zeit so." Irgendwann kam dann Dr. Gebrehiwot, die mich ja auch operiert hat und ich habe sie (Noch immer im Heulmodus) gefragt, ob meine Freundin schon angerufen wurde. Das hat sie dann direkt gemacht und ich habe Wortfetzen mit bekommen wie "Alles gut, wieder wach.". Das hat mich beruhigt. Dann weiß ich nichts mehr. Ich glaube, der gleiche Pfleger, der mich runter in die Hölle gefahren hat, hat mich auch wieder hoch in den Himmel gefahren. Jedenfalls war ich dann wieder im Zimmer, konnte aber nix sagen, war unendlich müde und habe die meiste Zeit geschlafen.

Noch drei Tage im Krankenhaus
Die ersten Stunden nach der OP habe ich fast nur geschlafen, dann kam die Claudi mit Jessi, aber wirklich aufnahmefähig war ich da noch nicht. Aber ich habe mich sehr gefreut und war erleichtert, sie wieder in den Arm nehmen zu können. Abends gab's Suppe, die ich nach ca. 2 Minuten in hohem Bogen wieder ausgekotzt habe. Schön! Während des Wechselns meiner sexy Thrombose-Strümpfe (voller Kotze) hat mir die freundliche Krankenschwester dann erklärt, dass das nach der Narkose normal ist und vorkommen kann. Den Tisch und den Boden hat sie dann auch noch sauber gemacht (voller Kotze). Mir war das etwas unangenehm und ich habe mich entschuldigt und bedankt. Gegessen habe ich an diesem Tag nix mehr. Mein Dank gilt auch Ulla, meiner Bettnachbarin, die nach meinem Hinweis "Mir wird schlecht" sofort die Klingel gedrückt hat!

Aufstehen allein war an diesem Tag erstmal nicht drin, und dass mir jemand beim Pinkeln helfen muss, zählt auch zu meinen neuen "1. Malen". Abends wurde noch mal Blut abgenommen, unter anderem, um den Calzium-Spiegel im Körper zu messen. Oft sinkt der nach einer Schilddrüsen-OP, weil die Nebenschilddrüsen, die für die Calzium-Regulation im Körperzuständig sind, während der OP gereizt werden können. Diese Drüsen sitzen ganz in der Nähe der Schilddrüse, deshalb heißen sie so. In der Regel haben Menschen vier davon. Bei mir war es so, dass eine der kleinen Drüsen versetzt werden musste. Sie wurde praktisch von ihrem eigentich Platz abgeschnitten und dann im Halsmuskel wieder dran gesetzt. Nette Vorstellung, fand ich.

Linker und rechter Schilddrüsen-Lappen mit Knoten auf beiden Seiten.
Linker und rechter Lappen meiner Schilddrüse. Man kann die Knoten erkennen. R.I.P. kleines Organ!

Später habe ich die Bilder meiner rausoperierten Schilddrüse bekommen, yiha! Wie schon geschrieben, besteht die Schilddrüse aus dem linken und rechten Lappen. Das, was auf dem Bild aussieht, wie kleine Blasen, sind Knoten. Als ich die Bilder gesehen habe, hat mir das noch mal ein gutes Gefühl gegeben, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, als ich mich für die OP entschieden habe. Ich mache mir lediglich Vorwürfe, dass ich die Signale, die sie mir geschickt hat, nicht zu deuten wusste. Hätte ich eher gehandelt, hätte man die Schilddrüse mit Medikamten behandeln können. Laut den Ärzten ist sie seit ca. 5 Jahren gewachsen.

Zuerst war also nur eine Vergrößerung der Drüse (Struma, Kropf) da. Sowas kann mit Medikamenten behandelt werden. Wenn es allerdings nicht erkannt und behandelt wird, bilden sich irgendwann Knoten. Falls bie euch ein Knoten in der Schilddrüse festgestellt wurde, dann schaut euch auf jeden Fall die alternativen Behandlungsmethoden an! Oft kann eine OP verhindert werden bzw. ist unnötig. Eine vergrößerte Schilddrüse kann z. B. mit einer Radiojodtherapie behandelt werden. Mittels Radiofrequenzablation z. B. können kleine Knoten ggf. verkleinert werden. Bei mir kam das leider nicht in Frage, da die Knoten schon zu groß waren.

Am Tag nach der OP hing der Tropf noch an mir dran und links und rechts ein Drainage-Schlauch am Hals. Wenn ihr nur auf einer Seite, also an einem Schilddrüsen-Lappen operiert werden müsst, dann sitzt auch nur an dieser Seite die Drainage. So können Blut und Wundflüssigkeit ablaufen. Die Beutel, in welche das Blut läuft, sind am Hemd befestigt, so könnt ihr einigermassen entspannt auf die Toilette gehen. Auch nachts hat mich das alles nicht großartig gestört. Die Drainagen werden am 2. Tag nach der OP gezogen, was ein wenig unangenehm ist. Das wurde durch eine Ärztin aber sehr behutsam und vorsichtig bei mir gemacht. Ihr müsst einmal tief einatmen und beim ausatmen werden die Schläuche dann gezogen. Die Wunde wird durch ein Pflaster geschützt. Schlucken tut weh, aber die Schmerztabletten helfen, Kopf drehen geht erstmal so gut wie gar nicht.

Sprechen hat direkt nach der OP funktioniert, wenn es auch mehr Gekrächtze war als richtiges Sprechen.

Meine Stimme kurz nach der OP bzw. dem Aufwachen:

Die nächsten zwei Tage musste ich noch im Krankenhaus bleiben. Jeden Morgen gab's die Thrombose-Spritze in den Bauch und zweimal am Tag hat mir jemand Blut abgenommen. Außerdem hatte ich Schmerztabletten (Ibuprofen 600) und meinen neuen, täglichen Begleiter, die L-Thyroxin Tablette (125 µg). Als besonderen Service bekommt jeder, der die Schilddrüsen-OP hinter sich hat, eine Spitzen-Nacken-Massage von ca. 15 Minuten. Das fand ich ziemlich fein, weil mir mein Nacken ein wenig weh tat durch die OP. Man liegt da nämlich ca. zwei Stunden mit überstrecktem Hals. Und das ist danach, zusammen mit dem Hals, der sowieso weh tut, doof. Daher war die Massage wirklich gut. 🙂

Hypokalzämie oder: Spaß mit Krampf und Panik

Mittwoch sollte ich dann entlassen werden. Ulla, die 30 Jahre älter ist, als ich, sah schon am 2. Tag nach der OP aus, wie das blühende Leben, während ich mich gefühlt habe, wie der letzte Lauch (Laut der Claudi sah ich auch genau so aus). Ich konnte nicht richtig laufen und hatte das Gefühl, meine Beine schwobbeln und sind weich. Aber ich habe das auf meinen Kreislauf geschoben und dem Ganzen blöderweise nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Gegen 14 Uhr war ich dann abreisebereit, mein Abholkommando Claudi war da, meine Sachen waren gepackt und ich musste nur noch auf das Ergebnis der letzten Blutwerte warten. Dann kam eine Krankenschwester rein und hat gesagt: "Ihre Calziumwerte sind viel zu niedrig, hier sind Calzium-Tabletten, bitte essen und nicht mehr aufstehen." Okay, alles klar, kann ich. Also haben wir uns ein bisschen auf den Balkon in die Sonne gesetzt und ich habe eine große Menge an Calzium-Kautabletten gegessen. Nach 10 Minuten oder so wollte ich auf die Toilette. Aufstehen ging noch, laufen nicht mehr. Ich war im Nachhinein sehr froh, dass die Claudi bei mir war und so schnell reagiert hat, weil ich die nicht mehr vorhandenen Funktionen meines Körpers überhaupt nicht geschnallt habe! <3

Handstellung bei einem Krampf aufgrund von Hypokalzämie.
Handstellung bei einem Krampf aufgrund von Hypokalzämie.

Claudi: "Da stimmt was nicht, ich hole jemanden!"
Ich: "Ach Quatsch, alles im Lot."
Claudi: Schon auf dem Flur nach Hilfe suchend
Ich: Okay, vielleicht stimmt doch was nicht *Tschüss Kreislauf*

Dann bin ich auf meinem Stuhl zusammen gesackt. Aber es waren sofort viele Menschen da, die mich an den Armen gepackt und mir gesagt haben, ich soll aufstehen. Ging aber nicht. Sie haben mich mehr oder weniger ins Zimmer geschleppt und auf's Bett gelegt. Dann habe ich Krämpfe und Panik bekommen. Ich erinnere mich nicht mehr genau, aber meine Hände waren nach innen verkrampft, ich konnte nicht mehr reden, meine Beine haben gezittert und meine Füße waren nach unten gebogen. Irgendwann hatte ich das Gefühl, jemand sitzt auf meiner Lunge und nimmt mir die Luft zum Atmen. Von da an hatte ich völlige Panik, habe blöderweise hyperventiliert und dachte, ich verrecke. Ich hatte das erste Mal in meinem Leben Angst, dass ich sterbe. Total irrational, weil es einfach ein Krampf war, den man bekommt, wenn man unter Hypokalzämie leidet. Das ist nichts anderes als Calziummangel im Körper, der entstanden ist, weil die Nebenschilddrüsen während der OP etwas gelitten haben und deshalb ihren Dienst kurzzeitig nicht richtig machen können. Also überhaupt nichts Schlimmes. Aber das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht. Ich habe mir den Himmel draußen angeschaut und hatte vier Gedanken:

  1. Was macht die Claudi?
  2. Scheiße was habe ich mir angetan?
  3. Hört das je wieder auf?
  4. Ich bin ein Idiot!

Mir kam das alles wie 5 Minuten vor, es waren aber 30, bis die Krämpfe sich wieder gelöst haben und ich mich beruhigt hatte und wieder in der Lage war, klar zu denken. Danach war ich ziemlich platt, befand mich wieder an einem Tropf mit einer Packung Calzium-Tabletten und durfte noch ne Nacht bleiben. 😉 Hervorragend.

Sollte ihr also nach eurer OP ein Kribbeln in den Fingerspitzen fühlen oder bemerken, dass euch Arme oder Beine einschlafen, dann ist das erstmal normal und ihr müsst es auf jeden Fall der Visite sagen. Dann bekommt ihr vorab genug Calzium, damit es nicht zu so einem Krampf kommt. Das habe ich nämlich nicht getan, weil ich ja - wie immer - alles auf meinen Kreislauf geschoben habe und dachte, das Kribbeln ist normal und auch die Tatsache, dass mir nachts Arme und Beine eingeschlafen sind.

Kein Anhalt für Malignität. Ein sehr beruhigender Satz. :-)
Kein Anhalt für Malignität. Ein sehr beruhigender Satz. 🙂

Am nächsten Tag wurde mir dann noch zweimal Blut abgezapft und ich hatte nach wie vor ein leichtes Kribbeln in meinen Fingerspitzen und Füßen. Zwischendurch ist mir auch immer mal wieder etwas mulmig geworden, aber nach einer Calzium-Tablette war das wieder besser. Übrigens: Der Mensch sollte ca. 1.000 Gramm Calzium pro Tag zu sich nehmen, um seinen Bedarf zu decken. Nachmittags durfte ich dann endlich nach Hause. Das beste an diesem Tag war aber die Nachricht, dass die Knoten nicht bösartig waren. Ich denke immer positiv, und deshalb habe ich niemals den Gedanken in mir getragen, dass es sich hier um Krebs handeln könnte. Aber wenn dann die entgültige Bestätigung kommt, ist das doch sehr erleichternd. 🙂 Schilddrüsenkrebs ist jedoch, wenn ich richtig informiert bin, sehr gut heilbar bzw. behandelbar. Allerdings kann ich dazu jetzt nicht wirklich was schreiben, da ich mich mit diesem Thema ganz bewusst nicht beschäftigt habe.

Die ersten Tage zuhause nach der OP

Um die ersten Tage mit L-Thyroxin versorgt zu sein, habe ich Starter-Pack mit 5 Tabletten mit bekommen. Außerdem noch für einen Tag Schmerztabletten sowie für drei Tage Calzium-Tabletten und Vitamin-D-Tabletten (Rocaltrol), um den Calzium-Spiegel wieder richtig aufzubauen. Ich war glücklich, wieder zuhause zu sein.

Nach vier Tagen musste ich dann zum Fäden ziehen und Blutwerte checken. Außer, dass mir dabei wieder mal mein Kreislauf abgeschmiert ist, war alles okay. Es kam ein frisches Pflaster auf die Wunde, das ich nach zwei weiteren Tagen entfernt durfte. Und dann habe ich mir vor allem viel Ruhe gegönnt. Mit meiner Hausärztin habe ich dann den OP-Bericht/Entlassungsbericht besprochen und von ihr habe ich auch das Rezept für die L-Thyroxin-Tabletten bekommen. In den ersten Tagen konnte und wollte ich mich nicht viel bewegen, weil ich zu kaputt war. Irgendwann ging dann ein 30 Minuten Spaziergang mit meinem Hund. Das Schlucken wurde von Tag zu Tag immer ein wenig besser und meinen Kopf konnte ich nach ca. zwei Wochen auch wieder normal drehen. Anfangs hatte ich noch dieses Kribbeln in den Händen und Füßen, was aber dann auch irgendwann komplett weg war. Insgesamt war ich drei Wochen krank geschrieben.

Leben ohne Schilddrüse

Von jetzt an geht meine Reise also ohne Schildkröte weiter. Ich habe Erfahrungsberichte gelesen, in denen Menschen davon berichtet haben, wie schlecht es ihnen nach der Entfernung ihrer Schilddrüse ging und dass sie jedem von dieser OP abraten. Einige berichten davon, dass sich ihr Wesen verändert hat, von Schmerzen und dauerndem Unwohlsein und einem "kaputten" Leben. Ich habe einige negative Berichte gelesen, aber auch positive.

Knapp drei Wochen nach der OP. Happy. Mir geht's gut bisher.
Knapp drei Wochen nach der OP. Happy. Bisher geht's mir sehr gut.

Ich glaube nicht, dass man den weiteren Verlauf bzw. die eigenen Empfindungen nach dieser OP verallgemeinern kann. Deshalb schreibe ich meine persönlichen Erfahrungen runter. Ich lebe jetzt 10 Monate ohne meine Schilddrüse und ja, es ging zwischendurch auch mal auf und ab und ich weiß jetzt, was mit "Es wird eine ganze Weile dauern, bis du die richtige L-Thyroxin-Dosis gefunden hast. Aber das ist nichts, wovor man Angst haben muss. Der Körper braucht Zeit, um zu verstehen, aha, da fehlt ein sehr wichtiges Organ, und da die Hormone von jetzt an von außen kommen und die Schilddrüse die Menge nicht mehr selbst regeln kann, dauert es ggf. ein wenig, bis hier wieder alles stimmt.

L-Thyroxin Einstellung

Die Einstellung mit L-Thyroxin wird auch Hormon-Ersatztherapie genannt. Nichts anderes ist es ja auch: Der Körper bekommt ein Hormon, das er selbst nicht mehr produzieren kann, als Ersatz in Form von Tabletten. Bei mir ist die OP jetzt 10 Monate her und aktuell geht es mir sehr gut. Vier Blutchecks habe ich seit der OP bereits hinter mir. Beim ersten lag der TSH-Wert (basal) bei 0,46, was - rein labortechnisch betrachtet - im Bereich des "normalen" liegt. Dieser Wert lag vor der OP bei 1,07. Wichtig sind aber nicht unbedingt die Werte im Blut, sondern euer eigenes Empfinden. Ich hatte dann eine Phase, in der ich extrem müde war und dachte, oh shit, ich habe bestimmt zu wenig L-Thyroxin. Das war ca. 2 Monate nach der OP. Daran lag es aber nicht, sondern schlichtweg an der Tatsache, dass ich zu wenig gepennt habe. Im Dezember habe ich aber gemerkt, dass ich wieder diese innere Nervosität habe und vor allem nachts einen sehr schnellen Puls. Deshalb bin ich im Dezember noch mal zum Blut abnehmen gegangen, der TSH-Wert lag dann bei 0,32. Probeweise hat mir meine Hausärztin dann empfohlen, anstatt 125 µg L-Thyroxin mal auf 112 µg runter zu gehen. Gute Entscheidung, diese Dosis habe ich eine Weile genommen, bis ich im März einen Tiefpunkt hatte. Ich habe mich ausgelaugt gefühlt und war dann auch sechs Wochen nicht auf der Arbeit. Ob das alles aber ausschließlich mit der OP und der Hormoneinstellung zu tun hat, bezweifel ich, es kam auch eine gute Portion Burnout mit dazu. In dieser Zeit bin ich auf 100 µg runter gegangen nach Rücksprache mit meiner Ärztin. Das hat auch ganz gut funktioniert, im Mai bin ich dann auch wieder arbeiten gegangen. Allerdings war ich dann sehr sehr müde und hatte das Gefühl, dass die 100 µg zu wenig sind. Im Juni habe ich dann entschieden, dass ich mit der Dosis experimentieren will und muss, um die richtige zu finden. Das soll man NICHT tun und die Dosis nur in Rücksprache mit seinem Arzt ändern. Daher ist das kein Rat an euch, sowas zu machen. Mir alerdings hilft, es die richtige Dosierung zu finden. Ich habe also testweise zwei Wochen lang 125 µg L-Thyox genommen um fest zu stellen: Nein, zu viel, Herzrasen, harter Puls, Nervosität. Also bin ich auf 112 µg runter gegangen und nehme diese Dosis nun seit drei Wochen. 112 passen definitiv besser als 125 für mich, das kann ich schon mal sagen. Ob es dabei bleibt, weiß ich aber nicht, aktuell fühle ich mich damit wieder sehr gut.

Außerdem fühle ich mich besser, seitdem ich Vitamin B12 und Vitamin E nehme.

Info: Bevor ich von den 125er das erste mal auf die 112 Tabletten umgestiegen bin, sollte ich auf Anraten meiner Hausärztin mal zwei Tage keine Tablette nehmen, um den Spiegel runter zu ziehen. Ich kann euch eines raten: Macht das nicht! Ich habe keine Ahnung, ob nur ich darauf so reagiere und andere das besser weg stecken, aber in diesen zwei Tagen ging es mir richtig scheisse. Ich hatte Rückenschmerzen, Bauchschmerzen, alles tat mir weh und Verstopfung habe ich auch bekommen.

Entwicklung der Narbe / Narbenpflege

Die Narbe nach der Schilddrüsen-OP: Verheilt das gut? Wie sieht das aus? Tut das weh? Wie lange dauert die vollständige Heilung? Muss ich spezielle Narbenpflege machen und z. B. Narbengel verwenden? Diese Fragen hatte ich am Anfang, viele davon kann ich jetzt (6 Monate nach der OP) ganz gut beantworten. Unten auch ein paar Bilder vom Heilungsprozeß, wie sich die Narbe bisher entwickelt hat und was ich mache, um die Heilung zu unterstützen.

Generell verheilt die Narbe super und ist kleiner, als ich dachte:

Ich habe den Arzt gefragt, ob ich die Narbe in irgendeiner Art "pflegen" muss. Er hat mich etwas fragen angeschaut und gemeint: "Lassen sie das einfach heilen, der Körper macht das schon." Davon bin ich auch überzeugt, aber ich hatte das Bedürfnis, die Narbe trotzdem mit irgendwas einzucremen, vor allem, da sie später angefangen hat, etwas zu spannen. Das war unangenehm, also habe ich mich für zwei Salben entschieden. Am Anfang für Bepapenthen, danach für Contractubex.

Meine Erfahrung mit Contractubex Narbengel

Die ersten zwei Wochen nach der OP habe ich die Narbe in Ruhe gelassen. Danach habe ich mir Contractubex (spezielles Narbengel) in der Apotheke geholt. Wieso Contractubex? Weil ich im Netz viele gute Erfahrungsberichte gelesen habe. Eine Tube mit 30 Gramm kostet allerdings 18 Euro, hält aber lange, da ihr ja nur wenig braucht. Ihr bekommt das auch günstiger in Online-Apotheken oder z. B. bei Amazon (Link zum Produkt)

Contractubex zur Pflege meiner Narbe nach der Schilddrüsen-OP.
30 Gramm Contractubex, Kostenpunkt: ca. 18 Euro in der Apotheke (geht auch günstiger in Online-Apotheken)

Nachdem ich das Gel also auf die Narbe geschmiert und einmassiert hatte, war die Welt noch in Ordnung. 30 Minuten später hat die Narbe höllisch angefangen, zu jucken, tadaaa! Richtig scheiße, aber ich dachte, ja wird schon. Das hat dann ca. 3 Stunden weiter gejuckt. Jeder und alles im Leben verdient in der Regel ne 2. Chance, also habe ich das Ganze am nächsten Tag wiederholt, gleiches Spiel. Also erstmal weg damit. Stattdessen habe ich die Narbe mit Bepanthen eingecremt, sehr angenehm, kein Jucken! Das habe ich dann drei Wochen lang morgens und abends gemacht. Dann habe ich wieder mal das Contractubex versucht, weil die Narbe ja jetzt nicht mehr so frisch war und das Jucken evtl. daher kam. Und voila: Funktioniert! Das Gel lässt sich super einmassieren, riecht gut, juckt nicht und danach erscheint mir die Narbe weicher. Seitdem verwende ich das Gel morgens und abends, zwischendurch - bevor ich Laufen gehe z. B. - schmiere ich auch mal wieder Bepanthen drauf.

Laut Hersteller wirkt Contractubex wachstumshemmend (also bezogen auf die Wundwucherungen schätze ich), entzündungshemmend und glättend. Glättend kann ich bestätigen, habe ich weiter oben bereits geschrieben. Ich kann euch dieses Gel also in jedem Fall empfehlen, ggf. wartet aber noch ein paar Tage bzw. Wochen, wenn es bei euch juckt und versucht es dann später noch mal, wenn die Narbe schon mehr verheilt ist. Was ich natürlich nicht sagen kann ist, ob die Narbe OHNE das Gel später schlechter aussehen wird. Nach 5 Monaten hatte ich das Problem, dass ein kleiner Pickel an der Narbe entstanden ist, der sich aber, nachdem wir ihn erfolgreich ausgedrückt hatten (lecker), wieder zurück gebildet hat. Auch nach 6 Monaten tut die Narbe noch ein kleines bisschen weh, wenn man von außen drauf drückt, ist aber nicht schlimm. Das Gefühl, über etwas drüber zu schlucken, hatte ich knapp 4 Monate, davon ist jetzt nichts mehr zu spüren.

Mein Fazit aus dieser gesamten Schilddrüsen-Erfahrung

Ich gemerkt habe, wie verletzlich der eigene Körper ist und wie schnell er zusammen brechen kann, wenn die Vorgänge, die sonst automatisch und perfekt ablaufen, gestört sind. Und dass es eben doch mal passieren kann, dass man sich in fremde Hände begeben und vertrauen muss, weil man alleine nicht mehr weiter kommt. Und wie wichtig Liebe in meinem Leben ist. Ich habe Menschen und Dingen, die überhaupt nicht wichtig sind, zu viel Aufmerksamkeit geschenkt, und die, welche wirklich Bedeutung haben, vernachlässigt. Wie dumm von mir. Und wie gut, dass ich die Chance habe, das von jetzt an zu ändern.

Ich habe viel aus dieser Erfahrung mit genommen und werde mein Leben entstressen und meine Prioritäten anders setzen. Und das ist ein gutes Gefühl. 🙂

To be continued...ich ergänze den Bericht laufend durch aktuelle Dinge, die passieren. Last Update: 11.03.2018

Wie hat dir mein Beitrag gefallen? Ich freue mich über Feedback! 🙂

86 Gedanken zu „OP meiner Schilddrüse – Ein Erfahrungsbericht

  1. Sonja

    Hallo Tanja!
    Mir wurde die gesamte Schilddrüse nach einer fast einjährigen schweren Schildrüsenentzündung vor 3 Wochen entfernt. Mir geht es von Anfang an wirklich gut. Die höllischen Schmerzen im Halsbereich sowie die schmerzhaften Schluckbeschwerden sind komplett weg. Ich habe erst Anfang Dezember die erste Kontrolluntersuchung und daher noch keine Substitution nehme aber Calcium und Vitamin D. Auch beginnen sich meine Augen und die Augenhöhle - beides war hochgradig durch De Quervain entzündet, zu erholen. Ich nehme Mikronährstoffe täglich mit Q enzym 10 ein, genbau Supradyn forte für den Stoffwechsel und dami ich nicht so schnell in einen trägen Stoffwechsel gerate. Denn das Gewicht nimmt zu !! Ich bin froh nach monatelangen Schmerzen und viel Cortison diese Entscheidung getroffen zu haben.
    LG
    Sonja

    Antworten
  2. Romy R.

    Toller Bericht.

    Am 03.12. habe ich meinen OP-Termin im Bürgerhospital. Ich hoffe, dass alles gut läuft, wie bei dir 🙂

    LG

    Romy

    Antworten
  3. Ratzeful

    Grüß Dich Janina,
    vielen Dank für Deinen sehr persönlichen und hilfreichen Bericht; habe ich erst jetzt entdeckt.
    Morgen früh um 7 Uhr steht meine OP an.
    Ich werde versuchen mich zu motivieren und Teile meiner Erlebnisse hier zu posten. Ggf. hilft es anderen auch.
    Schönen Gruß und Gute Zeit
    Ratzeful

    Antworten
    1. Ratzeful

      Bitte die spontanen Wechsel zwischen Gegenwarts- und Vergangenheitform zu entschuldigen. Ich habe hier immer mal wieder reingehackt und wollte so einen größeren Textklotz abgeben...

      Also, bisher lief alles bilderbuchmäßig und mir gehts gut.
      Bin jetzt (10.10.2018) seit letzten Donnerstag daheim, also fast eine Woche. Nächste Woche werde ich wieder zur Arbeit fahren.

      Am Dienstag um 6.30 Uhr war ich in der Stadtklinik im Diako-Haus Augsburg, zog eine Wartekarte und kam auch gleich zum Einchecken dran. Alle Nase lang habe ich meinen Namen, Geburtsdatum, Art der OP und zuständigen Arzt bekannt geben müssen. Als Ingenieur empfinde ich sowas eher als beruhigend, denn als nervend. Alle waren ruhig, freundlich, erzählten ständig was gerade mit und an mir gemacht würde. Irgendwann nach 7 Uhr krabbelte ich in der Schleuse von Schiebebett auf den fahrbaren OP Tisch und wurde in den OP-Saal geschoben.

      Dann kam auch mein Arzt (Dr. Lindemann), plauderte mit mir und übergab mich an den Anästhesist. Auch er erzählte mir, was er mir alles in die Adern pumpte, dann setzte er mir die Maske auf und kurz danach setzte ich mich ab.

      Gegen 10.30 habe ich im Aufwachraum zum ersten Mal die Uhr bewusst abgelesen. Meine ersten Standardtests (Stimme, Finger, Zehen) waren positiv. Wobei meine Stimme leicht rauh/heiser war. Und von der Wunde keine Schmerzmeldungen. Also alles OK.

      Das Pflegepersonal im Aufwachraum war sehr aufmerksam ohne aufdringlich zu sein. Ich dröselte die nächsten Stunden zwischen Traum und Wachzustand unruhig hin und her. Am frühen Nachmittag mußte ich auf den Topf, wollte aber keine Flasche. Also abkabeln lassen und etwas wackelig aber erhobenen Hauptes zum Thron und zurück. Puuh, sitzen tut gut, und ich konnte auch problemlos auf der Seite liegen und schlafen.

      In der Nacht bis Mittwoch habe ich das Personal mehrmals damit beschäftigt mich ab- und anzukabeln damit ich auf den Topf konnte.
      Mit den feinen Pillen habe ich zwar gut geschlafen aber immer wieder kurze wirre Wachträume gehabt.
      Am frühen Mittwoch-Vormittag kamen die Doctores zur Visite; die waren stolz wie Bolle auf die tadellose Arbeit und die dezente Schnittführung. Die Wunde hat sich vorbildlich verhalten. Auch von mir sehr großes Lob an das OP-Team.

      Am Mittwoch Nachmittag konnte ich auf die reguläre Bettenstation. Wegen temporärem Personalmangel habe ich meinen Klamottenschrank geschoben, die "Schwester" war schon mit dem Bettenschieben ausgelastet.
      Ha, alleine im 2-er Zimmer. Schöne Aussicht auf ein kiesgedecktes Flachdach und blauen Himmel. Und endlich Duschen. Die Wunde tut kaum weh. Macht mich etwas misstrauisch, aber als ich testhalber mit den Fingern draufgehe tuts doch angemessen richtig weh.

      Meine Frau und Kinder kommen und eine Zeitlang wird es mir sehr eng im Hals. Eigentlich war ja "nichts", aber es sind wohl diese Situationen die einem schlagartig aufzeigen was wirklich wichtig ist.
      Meine Schrazen testen die Grenzen der Bettenverstellbarkeit aus, dann gehen wir in die Cafeteria und ich trinke meinen ersten (enttäuschenden) Milchkaffee...

      Ab dem späten Nachmittag bin ich allein im Zimmer und genieße das Nichtstun. Bischen Fernsehen, Lesen, ein paar Nachrichten an Freunde und Bekannte absetzen. Auf Empfehlung des Pflegedienstes nehme ich weiter die feinen Pillen. Ob es an den Pillen liegt weiß ich nicht, aber ich bin zufrieden, schmerzfrei und hab keine Lust über irgendwas nachzudenken...

      Die Nacht auf Donnerstag ist nicht so toll. Ich werde zu oft wach und hab etwas Rückenschmerzen von dem Bett. Irgendwann habe ich den skurrilen Gedanken, daß ich alleine im Krankenhaus bin. Ich dackle raus auf den Flur und treffe gottseitdank den Nachtpflegedienst. Prima, denn kann ich ja wieder ins Bett.

      Nach dem Frühstück dusche ich ausgiebig und fange gemütlich an mein gesamtes Geraffel zusammenzupacken. Bin um 9 Uhr fertig. Bis um 11 Uhr die Visite kommt lese ich in meinen Lieblingszeitschrifen um mich davon abzulenken, daß die Ergebnisse der Gewebeprobe ausstehen.
      Puuh, alles gutartig. Im Nachhinein bin ich zwar davon ausgegangen, aber es könnte auch daran gelegen haben, daß nicht sein könnte was nicht sein durfte. Ich bekomme eine 150er Thyrox zur sofortigen Einnahme und die Entlaßpapiere. Für den Anfang werden mir 112er Thyrox "verschrieben". Mit meiner Hausärztin mache ich für Nachmittag einen Termin aus um mir das Rezept und die Krankmeldung abholen zu können.

      Am Donnerstag Nachmittag bin ich wieder daheim, nehme die Glückwünsche einiger Nachbarn entgegen und freue mich wirklich, daß (bisher) alles glatt gelaufen ist. Ich schwinge mich auf Radl und rolle gemütlich zur Praxis und dann zur Apotheke. Danach gucke ich eine Weile meinem Sohn beim Schnuppersport zu und genieße die Sonne. Auf dem Rückweg hole ich die 50er Packung 112 Thorax ab und das alberne Päckchen liegt wie Blei in meiner Hosentasche. Ab jetzt für immer...

      Die erste Nacht daheim. Unser Bett ist schon das beste. Als ich am Freitag aufwache ist der Rest der Familie zur Arbeit bzw. in der Schule. Ich werfe die 112er ein, dusche und schleiche eine halbe Stunde um die Espressomaschine rum bis ich "meinen" Milchkaffee genießen kann. Der Vormittag sieht mich bei meiner Hausärztin die mich nächste Woche zur Blutentnahme sehen will. Sie will sehen, ob die 112er für mich sinnvoll sind und später noch kontrollieren, ob ich auch T3 brauchen würde. Sie schärft mir ein mit Sport erst noch eine Woche zu warten.

      Stand heute 10/11.10.2017:
      Es geht mir gut, ich war schon ein paar mal radeln (ganz unsportlich), habe Laub gerecht und Staub gesaugt. Hab mit Cheffe telefoniert. Mein Radiowecker geht (wie üblich) um 5.20 Uhr an, damit ich die 112er einwerfen kann. Dann schlafe ich aber noch 3 Stunden und starte gemütlich in den Tag.

      Ich hoffe die Richtung bleibt so und ich hoffe, daß ich anderen etwas Angst nehmen kann vor diesem Eingriff.
      (Meine Blinddarm-OP vor 45 Jahren war wesentlich stressiger)

      Schönen Gruß Ratzeful

      Antworten
  4. Andrea

    Hi, der Bericht war sehr aufschlussreich, informativ und an manchen Stellen humorvoll rüber gebracht. Beim letzteren konnte ich nur . Ich selbst bin Krankenschwester und mir geht ziemlich die Muffe. Ich habe 4 Knoten(kalte) und habe demnächst ein Gespräch im Krankenhaus wg. eines operativen Eingriffes. Ich hatte auch schon andere operative Eingriffe, aber hier mache ich mir viele Gedanken. Blöd, wenn man Schwester ist und weiß, was auf einen zukommt .Ich werde mir alles anhören und dann für mich entscheiden und natürlich mit der Familie.

    Antworten
  5. Gudrun

    Hallo Janinni, toller Bericht. Ich weiß nun was auf mich zu kommt. Ende Sept. 18 bin ich dran.Ich habe höllische Angst da bei mir die SD hinter das Brustbein gewachsen ist. Ich hoffe so sehr dass alles gut geht und ich die OP mit 68 Jahren noch gut überstehe. Für mich gibt es keine andere Wahl da ich nicht mehr frei atmen kann. Lg Gudrun

    Antworten
  6. Tiffy

    @janni
    Erstmal danke fuer deinen wirklich sehr unterhaltsamen und ausfuehrlichen blog mit den vielen berichten und bildern.sehr gelungen.
    Es wuerde mich interessieren ob deine vielfaeltigen beschwerden von vor der op sich gebessert haben?
    Bei mir ist vieles auch so z.b:
    Vergesslichkeit,strohige haare u.s.w
    Eine antwort waere schoen.
    Lg
    Ich hoffe es geht dir gut.

    Antworten
  7. Wolfgang Dreiling

    Habe die Berichte alle gelesen.Super Infos.Bei mir steht in den nächsten Tagen die Entfernung des linken Schilddrüsen-Lappens an.Nach einer Punktion hat man mir geraten dies zu tun um sicher auszuschliessen,dass nichts bösartiges ist.Denn der Patologe hat Auffälligkeiten festgestellt.Nun habe ich grosse Angst davor und weis nicht ob die Op auch nötig ist.Das punktieren war bei mir nötig,weil eine Zyste immer grösser wurde.Wenn ich aber daran denke,was einige hier geschrieben haben,wird mir jetzt schon schlecht.Der Grund war für eine Punktion auch weil ich fast täglich immer Halsschmerzen hatte.Nun steht die OP an,ich weiss aber noch nicht wo und ob ich es wagen soll.Wohne in Mannheim und wäre für eine Info dankbar.

    Antworten
    1. Karin Meyer

      Hallo Wolfgang, ich wurde vor 4 Wochen in Weinheim in der GRN Klinik bei Dr. Thomas Simon operiert und war sehr zufrieden. Ich wünsche Dir alles Gute.

      Antworten
  8. Iris Rieck

    Hi, meine Schilddrüse wurde entfernt wg. Morbus Basedow und hohen Werten. OP war super, keinerlei Beschwerden, Schöne Narbe und ein Glücksgefühl, das Thema Schilddrüse mit allen erdenklichen Nebenwirkungen, endlich weg!
    Nie wieder Nuklearmedizin, sofortige Befreiung! Wurde im SchilddrüsenZentrum St. Agatha in Köln operiert.
    Radio Jod Therapie dauert lange und der Erfolg ist nicht immer gewährleistet. Sagt einem keiner!
    Tabletten müssen wir alle nehmen!

    Antworten
    1. Heidemarie Rudolf

      Hallo, ich habe den Bericht erst jetzt gelesen und ich hatte das Gefühl , dass es meine Erfahrungen sind. Meine OP ist allerdings schon fast 3 Jahre her, ich wurde im September 2015 operiert. Auch bei mir wurde die gesamt Schilddrüse entfernt, ich hatte kalte Knoten, aber auch nicht bösartig. Heute nehme ich abwechselnd L-Thyroxin Tablette (125 µg) und L-Thyroxin Tablette (100 µg). Plus täglich eine Vitamin D-Tablette (Vigantoletten 1000). Ich bin in halbjählicher Behandlung bei einer Endokrinologin, die mir Blut abnimmt, meinen Hals abtastet, meine Narbe anschaut und mich nach meinem Allgemeinbefinden befragt. Mit ihr kann ich über mein Allgemeinbefinden reden. Sie ruft mich nach ca. 1 Woche persönlich an und bespricht mit mir die weitere Dosierung der L-Thyroxin Tabletten. Das finde ich sehr gut, ich habe dann das Gefühl, bei dieser Ärztin gut aufgehoben zu sein.
      Aber noch etwas zum Calcium-Mangel nach der OP. Mir ging es genauso wie im Erfahrungsbericht beschrieben. Am 3 Tag nach der OP, also an dem Tag vor meiner "vermeindlichen" Entlassung aus dem Krankehaus kribbelte auf einmal mein ganzer Körper, ich wußte überhaupt nicht was mit mir los war, ein total blödes Gefühl. Von den Haarspitzen bis zu den Fußzehen kribbeln. Ich wollte aus dem Bett aufstehen und das ging nicht, mein Körper reagierte nicht so wie ich es wollte. Ich habe dann die Klingel gedrückt, de Schwester kam und hat mich sofort wieder an den Tropf gehangen und mir Calzium Tabletten zu kauen gegeben. Das Kribbeln verging dann relativ schnell wieder, aber ich musste noch 2 Tage länger im Krankenhaus bleiben.
      Noch etwas zur Behandlung der Narbe, mir hat die Schwester im Krankenhaus dazu geraden mir in der Drogerie Ringelblumensalbe zu besorgen. Ich habe mir eine große Dose Vaseline mit Ringelblumen (manchmal sagt man auch Ringelrosen) gekauft und diese täglich auf meinen Hals geschmiert. Heute nach fast drei Jahren ist nur noch ein heller "Strich" am Hals zu sehn, von dem meine (!) Endokrinologin sagt, dass auch der noch ganz und gar verschwinden wird. Sie sagte letztens bei manchen Patienten muss sie eine Lupe nehmen um zu sehen wo denn die Narbe ist, weil man so gut wie ga nichts mehr davon sieht.
      Abschließend kann ich von mir sagen, dass ich froh bin, mich zur OP entschlossen zu haben. Bei mir sah man schon einen faustgroßer "Kropf" am Hals, der einfach nicht kleiner wurde. Jetzt ist an der gleichen Stelle eine Delle.
      Ich habe zwar immer mal wieder das Gefühl einen Klos im Hals zu haben und muss dann immer wieder schlucken, aber auch das wird mit der Zeit immer weniger.
      Das ich jetzt bis an mein Lebensende Tabletten schlucken muss, damit kann ich leben!

      Antworten
  9. Katrin

    Es tut wirklich gut, dass man hier so hilfreiche Erfahrungsberichte von anderen lesen kann. Das habe ich bereits vor der Op gelesen, aber auch jetzt, eine Woche post Op hole ich mir hier Sicherheit, dass alles im grünen Bereich ist.

    Bei wurde schon vor 25 Jahren ein Teil der SD entfernt, aber in den letzten Jahren wucherte sie wieder und man riet mir, sie komplett zu entfernen.
    Der Operateur sagte jedenfalls, es habe sich sehr gelohnt wegen der vielen heißen Knoten und der eine SD-Lappen sei komplett um den Nerv drum herum gewachsen gewesen.

    Die Op verlief super, mir war nur ziemlich übel danach. Konnte auch aufstehen. Zwei Tage später wurden die Drainagen gezogen. Danach blutete es noch sehr, so dass ich nochmal eine Art Auffangbeutel-Pflaster bekam. Am nächsten Tag konnte ich nach Hause.
    Schmerzmäßig war es gut auszuhalten. Nur der Kehlkopf tat sehr weh und meine chronisch kranken Bronchien nehmen die Intubation auch sehr übel.
    Die Narbe bzw. das ganze Gewebe sieht noch sehr geschwollen aus und tut nun zunehmend auch weh. Mehr als kurz nach der Op.
    am 3. Tag nach der Op war ich extrem müde und mir war sehr übel. Vielleicht war ich da kurzzeitig in eine Unterfunktion gerutscht, da ich erst am 2. Tag nach der Op nachmittags das erste Mal LT 125mg nahm.

    Ich hoffe, das ist normal und gehört zum Heilungsprozess?
    Weiß Jemand, ob der TSH-Normbereich für alle gleich ist? Also egal, ob mit oder hälftiger oder ohne SD?

    Liebe Grüße. Katrin

    Antworten
  10. Anke schindler

    Hallo
    Mein KNOTI ist 2-3 cm groß und 56 ml....
    Ich bin wegen dauerschwindel und Blutdruck zum Arzt....
    Sie hat mir nicht nur einen hohen b!Blutdruck sondern auch eine verhärtung festgestellt
    Danke ihr habt mir so wenig die Angst genommen....hab im Juli eine weitere Untersuchung das mit dem radioaktiven zeug....bei mir wird es eine op geben das knoti zu gross ist aber erst mal Blutdruck und den Schwindel unter Kontrolle bekommen
    Die Tabletten die ich gegen den Schwindel bekommen habe nutzen nix

    Lg

    Antworten
  11. Julia Manske

    Hallo Janni,
    durch Zufall habe ich deinen Bericht gefunden und mit großem Interesse gelesen. Ich hatte, soweit ich mich erinnern kann, schon immer Atem- und Schluckbeschwerden, aber nie mit der Schilddrüse in Verbindung gebracht. Erst mein Orthopäde hat mich im vergangenen Jahr auf meine vergrößerte Schilddrüse aufmerksam gemacht, aber mein Hausarzt meinte, ich hätte nichts. Erst als mein Freund mich Weihnachten auf meine vergrößerte SD hinwies, dachte ich mir, dass vielleicht doch was dran sein könnte. Woraufhin ich den Arzt wechselte und mein neuer gleich ein Ultraschall machte (er fand 2 Knoten und mehrere Zysten im rechten Lappen) und schließlich eine Szintigraphie „verordnete“. Die Szintigraphie war Mitte April, und die Ärztin riet mir dringend zu einer OP. (Schon die Aussage sorgte für eine gewisse Unsicherheit, und ich hatte ziemlich dran zu knappern) Der linke Lappen hatte ca. 6 ml, der rechte hingegen knapp 35 ml. Mittlerweile war da aber nur noch von einem großen, kalten Knoten die Rede. Und danach ging alles ziemlich schnell! Ende April war meine Vorstellung in der gewählten Klinik und schon am 7.5. die OP, die ich ziemlich gut verkraftet habe. Allerdings musste ich ziemlich mit dem Ergebnis der Biopsie kämpfen (mittlerweile denke ich, Zuviel googeln ist auch nicht gut ), mein Knoten im rechten Lappen ist ein follikuläres Karzinom gewesen. Und es ist schon ein Unterschied, ob man denkt, es könnte Krebs sein und der Tatsache, dass es wirklich Krebs ist. Eine zweite Biopsie bestätigte das Karzinom, allerdings ist es komplett verkapselt und somit habe ich wohl Glück gehabt. (Allerdings musste ich ziemlich lange, fast 2,5 Wochen, auf das Ergebnis warten)
    Demnächst ist meine erste Blutuntersuchung nach der OP, und es wird sich zeigen, ob ich den linken Lappen mit Tabletten unterstützen muss.
    Mit der Narbe habe ich keinerlei Probleme, sie verheilt sehr gut, wobei ich immer noch merke, dass die Leute schon gucken (oder ich bilde es mir nur ein). Letztendlich bin ich meinem Freund ziemlich dankbar, dass er mit einer erneuten Untersuchung nicht locker ließ (ohne es ihm allerdings auch zu sagen ).
    Liebe Grüße, Julia

    Antworten
  12. Flo

    Hallo,
    Guter Bericht. Bei mir wurde die rechte Seite entfernt.
    Bei mir hatte sich die Narbe leider entzündet und wurde dick.
    Die Entzündung ist Jetzt wieder zurück gegangen. Leider sieht die Narbe jetzt nicht so schön aus...
    Ich benutze zur Zeit bepanthen narbengel morgens und abends. Sehe aber keine Veränderung. OP war Ende März 2018.
    Man liest so viel über diese Gels und man weiß einfach nicht was richtig ist...

    Wie denkt ihr darüber?

    Gruß

    Antworten
  13. Susanne

    Liebe Janni,
    danke für deinen aufschlussreichen und super unterhaltsamen Blog, ich hatte ihn bereits vor meiner Op gelesen, da ich auf der Suche nach Infos war.
    Bei mir wurden durch einen Zufallsbefund zahlreiche kalte Knoten diagnostiziert, die im letzten Jahr stark an Umfang zugenommen haben, zwischenzeitlich hatte ich dann auch Schluckbeschwerden.
    Letztendlich hatte ich meine Op dann vor drei Tagen in Frankfurt/M im Bürgerhospital (hier fühlte ich mich bestens aufgehoben), wurde gestern entlassen und fühle mich noch so ein wenig in einer "Zwischenebene".
    Ursprünglich sollte nur eine Teilresektion durchgeführt werden, da die Schildrüse aber komplett verwuchert war, kam das Teil ganz raus. Der pathologische Befund war zum Glück unauffällig, freu!!!
    Die Nebenschilddrüsen arbeiten wohl recht gut, bis jetzt keine Krämpfe und nur ab und an ein minimalistisches Kribbeln in den Fingerspitzen und mein Calzi-Wert ist nur minimal abgesunken.
    Allerdings habe ich gestern dann zuhause komplett abgebaut. Meine Hausärztin geht davon aus, dass ich mir einen Darminfekt eingefangen habe, bin bis heute morgen nur gelaufen und habe heute Nacht von Herzrasen über Schwindel bis hin zu Panikattacken alles durch. Da mein Darm aber sowieso extrem auf Stress reagiert, hatte ich die Vermutung, dass es vielleicht auch an dem Medi-Cocktail liegen könnte. Mineralstoffe sind jetzt erst mal ausgespült und ich hoffe, dass mein Calziumspiegel das wegsteckt. Braucht kein Mensch sowas.
    Ansonsten sieht meine Narbe unter dem Pflaster um einiges dicker und blutiger aus, als auf deinem Bild, Schmerzen habe ich keine. Das Schlucken in gerader Kopfhaltung ist noch richtig unangenehm, das zieht, spannt und drückt ziemlich, aber ich bin zuversichtlich, dass sich das mit der Zeit bessert.
    In vier Tagen werden die Fäden gezogen, ich bin gespannt, wie das Ganze dann aussieht.
    Vom KH bin ich mit einem Vorrat an L-Thyroxin 125 und Rocaltrol 0,5 versorgt worden.
    Und ich versuche positiv zu denken! Was mich sehr zum Nachdenken gebracht hat, war dein Vorsatz, auf dich zu achten, zu versuchen, dem Stress so oft es geht, die kalte Schulter zu zeigen. Ich werde versuchen, das für mich umzusetzen, mir Zeit zum Erholen zu lassen und mich zu bremsen, wenn wieder alles sofort und auf einmal erledigt werden muss.
    Und ich wünsche mir, dass ich gut eingestellt werde, meine Mitte finde, auch wenn man im Netz so oft liest, dass das häufig misslingt.
    Nochmal ein dickes Danke an dich,
    liebe Grüße

    Antworten
    1. Manuela Bastings

      Hallo ihr lieben, es sind jetz 4 tage seid meine OP. Es sollte die komplette sd weggenommen werden nur leider hatte ich das pech das der rechte kalt knoten gross und tief saß das man die stimmbänder verletzen konnte trotz Neuromonitoring. Also abbruch und in 14 tage das gleiche spiel nochmal dan linker seite. Rechts wurde komplett entfernt und war gotseidank unauffällig. Ich war bis dato OP echt entspannt, es musste raus 2 ärzte haben das bestätigt. Knoten sind einfach zu gross. Da ich selber von fach bin hatte ich mich schon ausreichend uber alle behandlungen informiert und recherchiert. Ich hatte auch keine angst fur die OP. Das doofe jetz ist das ich erst warten muss biss alles verheilt ist mein re. Stimmband wurde gezerrt stimme zwa da aber noch nicht die richtige Lautstärke morgens dan auch immer sehr heiser. Bin jetz erst mal ne woche krank geschrieben und die fäden werden die kommende tage gezogen. Und dan in die nächste runde. Vom KH schon l-thyroxin 50mg und 200mg jod tabl. Bekommen.
      Ich halt euch aufem laufenden...
      Lg Manuela

      Antworten
      1. Brigitte Zwietz

        Hallo
        Ich hatte 2003 eine Op .Bei mir war der Rest der SD etwas weniger. Und seid ein Jahr habe ich wieder ein Knoten und Probleme mit den Lymphknoten festgestellt. Ich hoffe das es Dir nicht passiert wünsche Dir alles gute .

        Antworten
  14. Astrid Diem

    Toller Bericht!
    Vielen Dank dafür.
    Ich habe eine dringende Frage zu dem Silikonpflaster, das msn auf deinem ersten Foto der
    Heilungsphase sieht.
    Ich wurde am 6. Tag post OP entlassen und sollte das Pflaster ab dem nächsten Tag für 8 Stunden auf die Wunde kleben. Den Rest des Tages offen lassen oder ein sensitives Pflaster aufkleben. Schon nach der ersten Anwendung war es ein echtes Problem, das Pflaster abzuziehen und die Wunde hat nach dem Tragen in der Mitte etwas genässt.
    Jetzt traue ich mich nicht mehr es aufzukleben, da ich denke, die Wunde geht wieder auf.
    Gkeichzritig merke ich aber auch, dass der Schorf hörter wird und die Wunde zunehmen spannt.
    Hast du, oder jemand anderes einen Tip für mich.
    Es ist heute der 9te Tag nach der OP.
    Danke, Astrid

    Antworten
    1. Michaela

      Hallo Astrid, ich wurde am 09.04. an der Schilddrüse operiert. Ich hatte nach der OP ein sensitives Pflaster auf der Narbe, diese wurde aber schon am 11.04. im KH entfernt und seid dem hatte ich keines mehr auf der Wunde. Zwei Wochen später hat der Schorf sich abgelöst. Bei mir ist alles super.

      Antworten
  15. Sabine

    Dein Bericht ist sehr schön und authentisch geschrieben! Mir wurde vor 28 Jahren die Schilddrüse entfernt . Knoten. Meine Mutter starb an einem Schilddrüsenkarzinom... Leider leide ich seitdem unter der grossen und weissen Narbe. Ist nicht wulstig aber halt unpegmentiert und in einer Höhe die sich nur durch Rollkragen oder Halstuch verstecken lässt 🙁 Das hat mir damals der Arzt nicht gesagt das solch ein langer Schnitt notwendig ist und so hoch das ihn keine Kette abdecken kann... Hatte vorher bei anderen kleine Schnitte gesehen die viel tiefer lagen und gut durch kette zu verdecken waren. Im nachhinein glaube ich das diese Narbe nur dadurch zustanden gekommen ist das ich in einer Uniklinik war und vielleicht Lehrstunde war um zu zeigen was im Hals so zu finden ist?... Dumm gelaufen....

    Antworten
  16. Birgit Welzel

    Hallo ihr lieben Leidensgenossen , der Bericht und die Kommentare waren sehr gut und bestätigend ! Auch mir wurde die Schilddrüse entfernt . In zwei Schritten weil bei mir bei der linken Seite bei der hystologie ein Karzinom entdeckt wurde dürfte ich zur Vorsicht gleich noch mal zur OP antreten und der rechte Lappen und die lymphknoten wurden entfernt ! Zwei dieser OP 's im wochentakt ist auch ganz schön heftig ! Aber man übersteht das gut . Am schlimmsten war der Moment als ich erfahren habe -ein Karzinom ist entdeckt worden , da hat es mir buchstäblich ein wenig die Beine weggezogen ! Tausend Fragen stehen plötzlich an ! Wie geht es weiter ? Aber als bei der zweiten OP die Ergebnisse gut waren ,das heißt ohne karzinom war es sehr erleichternt ! Aber die radiojodtherapie steht noch an und ich habe auch schon einen Termin! Der Arzt war sehr nett und hat mir alles erklärt , ich bin jetzt ein wenig beängstigt wie die Zeit bis dahin wird , weil ich noch keine Hormone bekomme und wie sich der Mangel auswirken wird !?! Aber auch ich denke positiv und hoffe das beste ! Ich nutze die Zeit um bewusst mit meinen Körper umzugehen ,Entscheidungen treffe die mein Leben verändern -Stress abbauen und besser zu entscheiden was ist mir wichtig ,was tut mir gut ! Ich will auch eine Heilpraktikerin zu Rate ziehen wie ich meinen Körper besser unterstützen kann ! Am 2.5. gehe ich zur Therapie . Ich hoffe alles wird gut ! Lg Birgit

    Antworten
    1. Karin

      Liebe Birgit Welzel,

      Deine Geschichte hat mich sehr berührt(da ich in einem ähnlichen Fall bin) und wollte mal nachfragen wie es dir jetzt geht.
      Liebe Grüße

      Antworten
  17. Nic

    Liebe Janni,
    ganz herzlichen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Komme gerade von einer Kontrolluntersuchung, die nun ergeben hat, dass aufgrund vieler und schnell wachsener Knoten eine OP nicht mehr weiter heraus gezögert werden sollte. Und nun steht mein OP-Termin fest.
    Dein Bericht hilft mir, mich zu sammeln und mich bzgl. meiner Fragen zu strukturieren (was ist wann wichtig zu fragen etc.) Vielen Dank dafür + weiterhin alles Gute für Dich!

    Antworten
    1. Ch. Bengel

      Ich habe gestern auch erfahren, da mein Knoten schon länger größer wird (ca 3,5 cm) Werte sonst ok, der Arzt eine OP vorgeschlagen hat. Ich habe diese Nacht auch kaum geschlafen und immer wieder daran gedacht.
      Der Bericht hier, ist sehr gut. Von den Schläuchen, Pflastern und Halsüberdehnung etc graut es mir jetzt schon.
      Ich habe eine Kontrolle in 6 Monaten.

      Antworten
  18. GerdO

    hallo,
    ich muss mich anschliessen es ist ein guter bericht. hatte am 20.3 die komplette entfernung der schilddrüse. war insgesamt 6 tage im krankenhaus. am 3 tag nach der op hatte ich ein seltsames fieber (39,7) und meine entzündungswerte waren recht hoch. bin derzeit immer noch im krankenstand. was vielleicht auch daran liegt das ich hausmeister bin und oft recht schwer zu heben habe (leider nimmt da keiner rücksicht). aussage arbeitgeber: nehmen sie sich die zeit die sie brauchen wenn sie wieder da sind müssen sie fitt sein da kommen harte zeiten auf sie zu.. naja

    Antworten
  19. Beate

    Vielen lieben Dank für deine Erfahrungen, die du mit uns teilst.
    Ich bin richtig glücklich das gelesen zu haben. Ich habe schon ziemlich lange (über 15 Jahre) Hashimoto und kalte Knoten. Seit vorgestern weiß ich, daß die Schilddrüse raus muss, weil ich mehrere Knoten bis 3 cm habe. Das war ein Schock für mich, weil sich jahrelang kein Arzt darum gekümmert hat. Jetzt bin ich etwas beruhigt und werde mich für die OP entscheiden, zuerst muss aber die Gürtelrose, die ich zur Zeit habe verheilen, LG Beate

    Antworten
  20. helira

    finde deinen bericht richtig ut und ausführlich. mir steht auch eine op bevor.habe sämtliche symptome.viele davon wie bei dir.
    meine frage an dich.sind die angegebenen symptomen nach der op verschwunden oder besser geworden?

    Antworten
    1. Hansjörg

      Hallo und schön auch wieder mal einen lebendigen, positiven Bericht zu lesen.
      Mir wurde wie Dir, vor ca. 2 Jahren wegen einem sehr grossen Struma (rechter SD Lappen war ca. 8mal so gross wie normal) und links ein kalter Knoten, die ganze SD entfernt. Mein Leben hat sich seit daher hauptsächlich nur dahingehend verändert, dass ich gewisse Dinge, welche früher alltäglich waren, wieder mal zu schätzen weiss und Dinge im Leben nicht immer so eng sehe. Ansonsten geht mein Leben weiter wie vorher. Ich renne weiter meine Bergläufe und Marathon 's etc. Die Einnahme der Tablette eine halbe Stunde vor dem Frühstück ist längst zur Routine geworden. Klar gibt es mal ein wenig schlechtere und bessere Tage. Aber gab es die vor der Entfernung der SD nicht auch? Manchmal muss ich mich selber ein wenig an der Nase nehmen um nicht gleich jede Änderung auf das Fehlen der SD abzuschieben. Dies war bis dato nämlich nie so. Ohne Jemanden zu Nahe zu treten zu wollen, denke ich dass viele Dinge wie es einem ohne SD geht, auch ein wenig von der inneren, positiven Einstellung abhängt weil die Psyche nicht zu unterschätzen ist und dies sich auch negativ auf den Menschlichen Körper auswirken kann. Grundsätzlich sagt man ja auch, dass die Einstellung ohne SD einfacher ist als wenn noch ein Teil bleibt und bei Männern einfacher als Frauen, weil die sonst schon grössere Hormonschwankungen im Monat haben.
      Klar gibt es sicher Fälle wo aus verschiedenen Gründen die OP vielleicht nicht so gut verläuft oder sich bei der Einstellung grössere Probleme ergeben.
      Aber man sollte nicht vergessen, dass wenn man danach "googelt" sich hauptsächlich die Leute zu Wort melden, bei welchen etwas nicht optimal ist. Die grosse Mehrheit, bei denen das Leben genau so gut weitergeht, hat gar kein Bedürfnis sich irgendwie im Netz mitzuteilen.
      Umso schöner und wichtiger finde ich es von Dir, dass auch mal etwas im Netz steht und den Leuten ein wenig die Angst nimmt und Mut macht.
      Ich kann dies nur bestätigen und sogar die OP lief bei mir noch viel einfacher ab.
      Also alle die vor der Entscheidung einer OP stehen... überlegt es euch gut, schaut ob es evtl. eine vernünftige Alternativ gibt, aber dann entscheidet für Euch selber und selbstbewusst und lasst Euch nicht von den oft negativen Berichten runter ziehen.
      Ein ganz normales Leben auch ohne SD ist absolut möglich.
      Liebe Grüsse aus der Schweiz
      Hansjörg

      Antworten
  21. Gudrun

    Das ist ein sehr schöner,ausführlicher Bericht. Ich habe kalte Knoten und eine Zyste und mir wurde schon vor Monaten zur SD Operation geraten, Ich bin eine Feigling,habe Bedenken zwecks der Narkose Nachwirkung da ich bereits 69 Jahre alt bin.Doch demnächst muß ich eine Entscheidung treffen.

    Antworten
    1. Miriam

      Liebe Gudrun,
      ich habe auch einen Knoten und lasse ihn jetzt entfernen. Meine Freundin hatte auch einen kalten Knoten und eine Zyste. Das war ihr Glück. Denn diese sollte entfernt werden und da wurde auch der Knoten entfernt. Und siehe da es war Krebs, obwohl vorher punktiert wurde und im Blut nichts festzustellen war. Ich an deiner Stelle würde es lieber entfernen, um sicher zu gehen. Ich sage immer, warum warten bis etwas entartet? Aber das ist natürlich deine Entscheidung!

      Antworten
    2. Christina B.

      Mir steht diese Entscheidung auch noch bevor. Ich habe es gestern erfahren und mal eine Kontrolle in 6 Monaten vereinbart.

      Antworten
  22. Mea Strauss

    Hallo Janni,
    ich wollte mich so sehr bei Dir bedanken. Mir steht das alles nun bevor, und dass Du aus dieser Zitrone noch Limonade machen konntest, das ist unglaublich. Was Du daraus für Schlüsse gezogen hast, wie Du WÄHREND alledem noch alles dokumentiert hast (lenkt ja auch ab, aber ich hätte das nicht gekonnt, wäre eher wie Kaninchen vor Schlange in Schockstarre), großartig. Dein Humor ist umwerfend, und war ich vorher ein wenig das heulende Elend, ich kann nun schon wieder lachen. Schallend!
    Mit Deinen Infos und positivem Grundton hast Du sicherlich so vielen geholfen, ja, ich kann wirklich nur noch einmal von Herzen DANKE sagen, dass Du das geschrieben hast - und vor allem, WIE.
    Die Narbe ist mir ziemlich wurscht, besser als der Kloß, den ich an und in mir trage, und nun bin ich fast schon froh, es wegzubekommen, was da leider in meinem Köper schon Böses anrichtet.
    Ich wünsche Dir alles alles Gute, ganz liebe Grüße von Méa

    Antworten
  23. Meli

    Hallo und danke für den super bericht!!
    War vor einer woche drin und hätte nur eine seite der schilddrüse wegen einem kalten knoten enfernen lassen sollen aber der arsch war leider krebs. Also alles raus.
    Bin von der narkose aufgewacht und hatte nie zuvor sooo gut geschlafen! Kein weinen, kein kotzen etc. Hab gleich am abend mein brot mit allem gegessen. Calciumwert war auch von anfang an super!
    Hab alleine gepieselt 😛 und war gleich ab dem nächsten tag im krankenhaus unterwegs. Wahnsinn wie unterschiedlich das ist.

    Nur meine narbe gibt mir bedenken.. es ist erst 8 tage her aber sie hat so gespannt und gejuckt, dass ich ein wenig bepanthen drauf hab.. böser fehler!
    Jetzt ist sie fett wulstig, hart und schmerzt.
    Morgen hab ich eh einen termin zur weiteren radiojod therapie weil ja leider krebs.. aber ich hoffe sehr, dass die scheiß creme nicht so eingezogen ist und es sich wieder normalisiert. 🙁

    Ansonsten fühl ich mich wie das blühende leben, warte aber eigentlich darauf dass ich krasse sympthome bekomme (dass die blutwerte schlecht genug sind) um mit der therapie zu starten.
    Und eigentlich hoffe ich nur dass ich alles vor meiner geplanten hochzeit ende märz abschließen kann 🙁

    Antworten
  24. Jacky

    Hallo bei mir wurde August 2017 Morbus Basedow festgestellt und es fühlte sich an wie der Weg durch die Hölle. Ich habe mich selbst nicht wieder erkannt. Schnell Reizbar und starke Stimmungsschwankungen. Ich habe kaum noch kraft und bin ständig müde.
    Ich hatte 2012 bereits eine Überfunktion (leider weiss ich nicht ob ich da auch MB hatte)
    War jetzt in Berlin in zwei Krankenhäuser und beide rieten mir zur OP. Da es wohl immer wieder ausbrechen würde. Sofern wir das Thiamazol senken, werden meine Werte wieder schlechter. Ich habe vor der OP kaum Angst..ehr vor der Einstellung danach.
    Dein Bereicht hat mir Mut gemacht, hab schon viel im Internet recherchiert und meist nur negatives gelesen.

    Liebe Grüsse Jacky (Berlin)

    Antworten
    1. Iris Rieck

      Hallo, toll das ihr alle hier geschrieben habt! Danke Jacky aus Berlin. Ich habe das 2 mal Morbus Basedow und kann nicht mehr. Ich bin seit 1 1/2 Jahren durch den Wind, nicht wissend, ob auch noch die Wechseljahre (49) mit hinein fuschen. Radiojodtherapie habe ich keine Lust drauf da dort meiner Meinung auch alles wieder "Wischiwaschi" ist. Wie war die OP?
      Liebe Grüße
      Iris

      Antworten
  25. Sabine Hofer

    ich lese das jetzt Alles 8 Wochen nach meiner Op! Meine Schilddrüse wurde auch ganz entfernt.Hatte schon mächtig Angst davor, aber ich hatte schon so einige Ob's. Ich dachte immer meine 52 Jahre und mein persönlicher Stress macht mir zu schaffen, es war dieses kleine Wichtige Organ das nimmer funktioniert hat und ich hab mir zu wenig Zeit für mich genommen! Vielen lieben Dank für den authentischen Bericht!
    Sabine

    Antworten
    1. Sandrienna

      Was bin ich froh, deinen Bericht gefunden zu haben...ich muss in 2 Wochen zur OP und hab ziemliche Panik...hab mich jahrelang davor gedrückt...also ist sie immer größer geworden (nur links schon 75 ml)...ich frage mich allerdings, warum ich nie Tabletten bekommen hab!? Die ganzen Symptome hab ich auch nie mit der Schilddrüse in Verbindung gebracht, sondern auf anderes geschoben.. Auf jeden Fall hat mir deine genaue Beschreibung von allem etwas mehr Mut gemacht. Danke dafür! 🙂

      Antworten
    2. Karin

      Hallo Sabine Hofer,

      Ich muss auch zur OP (obwohl ich mich seit 2 Jahren sträube) und habe das gleiche Alter wie du.
      Wie geht es dir denn jetzt?
      Liebe Grüße

      Antworten
  26. Astrid Schwarz

    Hallo Janni,
    ich finde deinen ausführlichen Bericht sehr gelungen! Danke dafür. Für mich war er sehr interessant und hilfreich, da ich ihn kurz vor meiner so gut wie gleichen OP gelesen habe. Ich hatte auch diverse Knoten rechts und links und, wie man bei der OP sah, war alles entzündet und dadurch verklebt, aber zum Glück nicht bösartig verändert. Versehentlich wurde deshalb auch eine Nebenschilddrüse übersehen und mit entnommen, aber nach kurzer Zeit und Einnahme von Calcium/Vitamin D, waren die Werte wieder o. K. Zur Zeit nehme ich L-Thyrox 75 und das scheint zu ‚passen’. Ich hoffe, dass die Narbe gut verheilt ... bis jetzt ist sie allerdings noch nicht gerade unauffällig. Aber wie du ja auch schreibst, muss man da wohl geduldig sein. Liebe Grüße und auch für dich weiter alles Gute - Astrid

    Antworten
  27. Simone

    Hallo ihr lieben
    Janni hast einen super Bericht geschrieben!Ist 1:1 wie bei mir!
    Ich bin froh ihn gelesen zu haben und er beruhigt mich.Ich hatte am 15.01.meine Op.Es ist alles gut verlaufen außer dem Calcium Mängel wegen der Nebenschilddrüsen.Ich hatte auch so einen traumatisierten Krampf.Nehme seitdem 3•1000 mg Calcium und 2+Calcitriol am Tag.Meine Werte sind jetzt 10 Tage nach der Op noch nicht verändert was das Calcium betrifft!Ich habe große Angst,dass meine Nebenschilddrüsen nicht mehr arbeiten wollen und das Dauerzustand wird mit der Calcium Einnahme.
    Gestern ist meine Hausärztin von 100 auf 125 er L-Thyroxin hoch.

    Antworten
    1. Martina

      Hallo Simone,
      mir wurde am 18.1.18 die Schilddrüse komplett entfernt. Die OP und der Tag danach verliefen super. Am 2. Tag nach der OP ist dann der Calciumwert in den Keller gesunken. Ich hatte nicht die typischen Krämpfe, stattdessen Schwindel, Angstzustände und einen Heulanfall. Ich bekam dann Calcium worauf es mir nach einiger Zeit besser ging. Ich bin jetzt seit 11 Tagen zuhause. Sobald mein Calciumwert sinkt werde ich traurig und/oder panisch. Achtung, neulich war ich vor lauter Sorge mal zu hoch im Wert, da ich es mit der Calciumeinnahme mit 3500 mg übertrieben hatte. Normale Tagesdosis zwischen 2000-3000 mg und 1 Decostriol 0,25 (Calcitriol). Die dicke Flüssigkeitsbeule oberhalb der Naht ist inzwischen zurückgegangen, ein Würgegefühl habe ich aber noch und die Puste geht mir mal schneller und mal langsamer aus. Wenn ich mit meinem Hund draußen bin, drehen sich die Leute manchmal nach mir um, weil ich so laut schnaufe, außerdem springt meine Stimme mal hoch und mal runter - da bin ich allerdings zuversichtlich, das das wird mit der Zeit, am Montag gehe ich mal zum HNO. Aber am meisten hoffe ich, dass meine Nebenschilddrüsen bald wieder anspringen, das macht mir ganz schön Angst. Ich würde mich sehr über viele positive Erfahrungen diesbezüglich freuen, das würde mir und sicherlich auch Simone und vielen Anderen Mut und Hoffnung geben. Ganz lieben Dank Janni für diese Seite!!!

      Antworten
      1. Martina Opel

        Fortsetzung Martina

        Meine Nebenschilddrüsen sind nach 3 Wochen wieder angesprungen - ich hab vor Freude geheult.
        Mit dem Luftbekommen ist es besser geworden aber noch lange nicht gut. Der HNO hat eine einseitige Stimmbandlähmung festgestellt und mir Logopädie verschrieben. Nach acht Sitzungen hat sich das funktionierende Stimmband dem Gelähmten angenähert und laut HNO kann ich jetzt keine Atemnot mehr hiervon haben. Die Atemnot ist aber trotzdem da und ich rätsele woran es sonst liegen könnte. Bergwandern ist jedenfalls erstmal nicht drin. Ich hoffe, dass das zweite Stimmband auch wieder anspringt - so wie die Nebenschilddrüse. Danke Euch allen!

        Antworten
  28. Tanja

    Hi Janni,

    sehr schön geschrieben. Vielen dank schonmal, meine Bedenken sind sogut wie weg.
    Meine OP steht am 30.01.2018 an. Am 29. Hab ich noch ein Vorgespräch. Und danke für den Tipp mit den pircing, selber kann ich die nicht raus friemeln keine Geduld für sowas, also noch vorher ab zum Studio meines Vertrauens.

    Bei mir wurde im Dezember 2017 ein kalter knoten rechts fest gestellt und links ein Kropf. Laut Vorgespräch in der Klinik wird zunächst nur der rechte schilddrüsen Lappen entfernt, und sofort ins Labor geschickt (befindet sich im Haus, untersuchung ob gut oder bösartig dauert ca 1. Std laut Arzt) in der zeit werde ich auch noch in der Narkose liegen. Sollte er gut sein kann ich aufwachen, falls nicht wird alles entfernt.
    Gehe aber mal davon aus das alles gut ist. Immer positiv denken

    LG und danke fürs angst nehmen und die tollen Ratschläge. Werde auf jeden Fall darauf achten das ich genug Calcium bekomme, bzw die von dir beschriebenen Symptome, richtig deuten kann.

    Tanja

    Antworten
  29. Tanja Steffensen

    Halli Hallo ihr Lieben,
    Erstmal zu dir liebe Janni...
    Dein Bericht ist toll geschrieben und beruhigt auch unwahrscheinlich.
    Ich habe seit längerem eine vergrößerte Schilddrüse die nun endlich am 23.01.18 entfernt wird.
    Ich habe tierische Angst das es bösartig sein könnte 🙁
    Vielleicht habe ich auch einfach zu wenig Infos über das alles.
    Fühlt euch alle lieb gedrückt

    Antworten
  30. Lilly

    Meine Narbe ist immer noch nach zwei Monaten auffällig, rötlich, juckt hin und wieder und ich habe oberhalb der Narbe noch einen „Restknubel“ (Hämatom). So wie ich es von anderen gehört habe, kann der Heilungsprozess bis zu 6 Monaten andauern. Man muss also mit sich geduldig sein. Ich habe Morbus Basedow mit Augenbeteiligung links, was auch nach der OP ein Problem geblieben ist. Nächste Woche geht es zum Arztcheck. Mal sehen, wie die Werte nach zweimonatiger LT Einnahme sind. Ich wünsche allen schöne Feiertage und ein bisschen mehr Selbstliebe...

    Antworten
    1. Janni

      Hi Lilly, meine Op ist jetzt mehr als dreieinhalb Monate her, und meine Narbe ist noch immer nicht ganz verheilt. Sie tut außen noch ein wenig weh und verändert sich noch immer. Ich glaube, das ist ganz normal, und habe auch gehört, dass es bis zu einem Jahr dauern kann, bis alles so wirklich verheilt ist. Jucken tut sie auch ab und zu. Daher lassen wir unseren Narben genug Zeit und schenken ihnen viel Pflege. 🙂 Ich drücke dir die Daumen, dass deine Werte und vor allem dein Wohlbefinden richtig gut sind.

      Antworten
      1. Emi

        Hallo Janni Danke für deine Erfahrung und Berichte
        August 17 wurde bei meiner hno festgestellt das ich einen deutlich ertastbaren Knoten links am Hals habe darauf hin die ganzen Untersuchungen wie mrt syntigraphie sono anschließend im Oktober am 30. wurde gesagt ich habe struma nodosa grad 1 mit 3 großen Knoten und einer Zyste. Ich hatte mehr Angst um die Narbe als für die op *lach. Darauf hin meinte die Endokrinologien sie würde mir die op empfehlen, und bat mich halt darüber nach zu denken. Hin insbesondere her habe ich eine große Recherche gestartet. Um die Spezialisten in München zu finden. In der Zeit von 30.10-12.12.17 ca Ist mein struma nodosa grad 1 von 15 ml auf 28ml gewachsen an Volumen es hieße ich hätte multinodosa grad 3 . Letzenendes hab ich meine Klinik gefunden und Termin vereinbart. Op Vorgespräche Tag der Aufnahmen Tag später die op. Per Schnellschnitt wollten sie entscheiden ob der rechte Lappen auch raus muss, war aber nicht der Fall. Am 22.12.17 wurde ich dann operiert. Die Ärzte haben gesagt ich hätte einen Museum eröffnen können durch die Größe und vielen Knoten die sich echt in kürzester Zeit angesammelt haben. Die ganzen schluckbeschwerden hatte ich auch. Heute 3 Wochen nach op geht es mir besser Achso ich sollte erwähnen das mein Tsh wert vor der op bei 1.13 lag und letzte Woche nach der op gestiegen bei 3.10 zumal muss ich erwähnen das ich ltyroxin 75mg und 200ml jodid Tabletten nehme weil mangal an jod bestände auch vor der op. Und die Tabletten nehme ich erst seit 10 Tagen. Und fühle mich fiter den je hoffe auf eine schöne Genesung an alle liebste Grüße Emi

        Antworten
    2. Erna Dusen

      Ich habe vor sechs Monaten die Schilddrüsen komplett entfernt bekommen. Mein Tipp zur Narbenbehandlung: Biöl (Rossmann 0. DM). Morgens und abends einmassieren, hervorragendes Ergebnis.

      Antworten
    3. Sima

      Hi Lily, ich leide an einer starken Schilddrüsenüberfunktion, kann nicht mehr gehen, meine ganzen Muskeln sind mittlerweile betroffen. Ich habe jahrelang meine Schilddrüse vernachlässigt, und jetzt nun ja stark vergrößert und bin kurz vorm umkippen. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir sagen kannst, wie sieht es mit deinem Gewicht aus? Mein Arzt meinte ich kann mit 10-20 kg Gewichtszunahme nach der OP rechnen, dass macht mir so angst. Und wie viele Tabletten nimmst du täglich nach der OP, wie viel mg? Würde mich sehr freuen, wenn du mir per Mail antworten kannst. Ich danke dir

      Antworten
      1. Claudia

        Danke danke danke für deinen Bericht!!! Meine SD wird morgen komplett entfernt, ich hatte schon richtig Panik davor aber dank dir bin ich jetzt etwas beruhigt. Alles Liebe dir und ein glückliches Leben, viele Grüße Claudi aus Berlin

        Antworten
  31. Dörte

    Hallo Ihr zusammen - ich wurde am 23.11. operiert . Die ganze Schilddrüse wurde rausgenommen . Leider sind die Ergebnisse nicht so schön . In beiden Schilddrüsenlappen wurde ein Karzinom gefunden (: . Jetzt muss ich am 7.1. in die Tumorsprechstunde und dann mach ich eine Radiojodtherapie . Und dann hab ich wohl alles überstanden . Meine Narbe ist noch geschwollen , tut weh und ich hab Reizhusten . Gut , dass Ihr das mit den Krämpfen geschrieben habt. Die hab ich auch . Mein Ca - Wert ist auch zu niedrig (eine Nebenschilddrüse ist auch rausgenommen worden) und ich hab bisher nichts bekommen . Das macht mich sauer . Jeder schiebt es auf den Anderen . Warum musst Du (Janni) 8€ zahlen ? Ich zahle 5€ Firma Hexal , auch für 100 Tel. Noch kannst Du wechseln . Kannst ja immerhin 12€ im Jahr sparen und das Dein Leben lang . Alles Gute für Euch und frohe Weihnachten . Eure Dörte 🙂

    Antworten
    1. Janni

      Liebe Dörte, ich drücke dir alle Daumen, dass die Radiojodtherapie gut anschlägt! Was ich aber nicht verstehe ist: Wenn die Schilddrüse komplett entfernt wurde, wieso ist dann solche eine Therapie nötig? Wegen dem umliegenden Gewebe? Bitte nimm Calzium, wenn du niedrige Werte hast und wende dich an deinen Arzt, das ist ganz wichtig, sonst kommt es ggf. zu Krämpfen. Wegen der Tabletten: Das ist okay, die kosten hier so viel. Ich habe aber jetzt eine etwas niedrigere Dosis, die sind dann auch etwas günstiger. Auch die noch frohe Weihnachten. Vielleicht magst du ja weiter berichten, wie es dir ergangen ist nach deinem Termin am 7. Januar.

      Antworten
  32. Sam

    Vielen Dank für diesen Bericht. 4 Kalte Knoten 2 Li und 2 Re, muss die Schilddrüsen komplett entfernt werden.
    Ich habe am 12.12. OP Besprechechung und soll am 22.12.2017 operieret werden. Ich habe Panik Angst. Ich war nie Operieren.

    Antworten
    1. Kata

      Huhu meine Op war heute, also meine erste. Ich hab mir weder Gedanken gemacht, noch hatte ich Angst. Ich wünsche dir viel Glück bei deiner Op.

      Antworten
  33. Lisa

    Hallo,
    Vielen Dank für diesen Bericht. Ich bin am Montag das zweite Mal an der Schilddrüse operiert worden und hatte auch einen Krampf wegen des calcium mangels. Mich beruhigt es das ich nicht die einzige bin der es so ergangen ist. Hat sich das mit dem Calcium wieder geregelt bei dir? Hab ein bisschen Angst noch mal einen solchen Krampf zu bekommen.
    Viele Grüße

    Antworten
    1. Janni

      Hi Lisa,
      dann kennst du ja diesen kleinen Schock, den man da bekommt bzw. wie unangenehm sowas ist. 😉 Ich musste eine Woche lang nach der OP bzw. dem Krampf sehr viel Calzium in Form von Tabletten nehmen und danach noch mal zum Blutcheck. Es war dann alles wieder in Ordnung und bisher (mehr als drei Monate nach der OP) hatte ich auch nie wieder so einen Krampf.

      Antworten
  34. Sandra 88

    Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich habe Morbus Basedow und habe am kommenden Dienstag meine OP. Bin schon nervös.
    LG Sandra

    Antworten
      1. Janni

        Liebe Katja, darf ich fragen, wie sich Morbus Basedow bei dir äußert? Ich hatte eine Unterfunktion und auch eine Überfunktion, weil alles etwas verrückt gespielt hat. Und die Überfunktion war sehr unangenehm. Genau das ist ja MB, wenn ich richtig informiert bin? Vielleicht magst du etwas dazu schreiben. Und egal, ob du dich für oder gegen die OP entscheidest: Ich drücke dir alle Daumen, dass es dir bald besser geht.

        Antworten
      2. Jacky

        Hallo Katja hast du dich für eine OP entschieden? Bin auch sehr hin und her gerissen. Würde mich freuen mich mit jemanden auszutauschen, der mich verstehen kann.

        Lg jacky

        Antworten
    1. Janni

      Hi Sandra, wie geht es dir jetzt, deine OP ist ja auch schon ein paar Tage her. Ich hoffe, es hat alles gut geklappt und du bist auf dem Weg der Besserung!

      Antworten
    2. Jacky

      Hallo liebe Sandra wie ist deine OP verlaufen und wie fühlst du dich? Ich habe auch MB und hab am 20.02 ein Gespräch mit dem Chirurgen. Hab schon ordentlich Angst.
      Lg jacky

      Antworten
  35. Kathrin

    Hallo Janni,
    danke für deinen klasse Bericht.
    Werde morgen früh operiert und bin natürlich auch schon aufgeregt.....
    Aber deine Dokumentation hat mich echt aufgebaut, hoffe nun auf eine gute Nacht und dass alles "gut geht" .... (krieg ein Piercing nicht raus.... lach)
    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute.....
    und DANKE....
    Kathrin

    Antworten
  36. Sandra

    Hallo, vielen Dank für den tollen Bericht. Meine OP ist nun 6 Tage her. Aber ich denke man darf nicht zuviel erwarten nach so kurzer Zeit. Ich bin einfach noch sehr erschöpft-Narbe ist natürlich rot und geschwollen. Die Bewegung des Hals fühlt sich an wie bei einem Roboter. Schlucken ist unangenehm als hätte dort ein Kloß sein neues zu Hause gefunden.
    Ich denke viele Dinge passieren nicht ohne Grund und ich werde nun versuchen mehr den Moment zu genießen um daraus Kraft zu sammeln und nicht ununterbrochen wieder im Alltag Stress zu versinken. L.g.

    Antworten
    1. Janni

      Hi Sandra, wie geht´s dir mittlerweile? Ich hatte auch verdammt lange diesen Kloß im Hals, der ist erst nach über drei Monaten verschwunden. Verrückt, wie lange der Heilungsprozeß dauert. Nicht wieder im Alltagstreß versinken ist auch etwas, das ich mir fest vorgenommen habe. Aber es ist nicht leicht, gerade, wenn einen die Arbeit wieder voll einnimmt. Aber nichts ist wichtiger als die Gesundheit. 🙂

      Antworten
  37. Nicole

    Toller Bericht, er hätte von mir sein können. Bei mir war es 1:1 ganz genauso. Der einzige Unterschied - meine Knoten waren leider bösartig. Die OP ist jetzt 1 Woche her. Soweit geht es mir gut. Ich nehme noch keine Hormone, da bei mir noch die Radiojodtherapie in 4 Wochen ansteht! Übrigens, nachdem ich gelesen habe, welche Symptome du hattest, wurde mir Einiges klar. Sie stimmen mit meinen fast komplett überein und ich habe es auch nicht auf die Schilddrüse bezogen, da meine Blutwerte ja alles in Ordnung waren.... Viele Grüße Nicole

    Antworten
    1. Janni

      Liebe Nicole, danke für deinen Kommentar. Wie ist das nun bei dir? Nimmst du L-Thyroxin? Geht es dir besser? Ich drücke dir alle Daumen, dass die Therapie gut anschlägt!

      Antworten
  38. Gudrun

    Hallo, toller Bericht und er macht mir Mut. Ich habe in den nächsten Wochen eine total OP vor mir und unbeschreibliche Angst vor der Narkose. Ich habe keine andere Wahl und es wird alles gut gehen.

    Antworten
  39. Elke

    Ich danke dir für diesen Bericht. Ich sitze gerade auf meinem Balkon mit der letzten Nervenzigarette morgen früh um halb acht ist meine OP. Im Gegensatz zu dir, ist meine größte Sorge die Narkose, ich hatte noch nie eine meine Piercings habe ich mir bereits schweren Herzens überall raus gepopelt *ich fühl mich wie ohne Unterhose* ich hoffe, ich kann in den nächsten Tagen auch so gut über die OP sprechen und an alle die morgen früh Zeit haben: bitte denkt an mich

    Antworten
  40. Anika

    Hey, das hast du super klasse geschrieben! Endlich mal ein Erfahrungsbericht der einem nicht die Beine weghaut.
    Ich hatte vor 4 Tagen meine komplette op und mir geht es eigentlich schon ziemlich gut, nur mit dem Kreislauf das hab ich auch immer mal.
    Aber ich bin auch guter Dinge, nehme seit gestern LT 75mg und übermorgen dann zum Hausarzt nochmal Blutbild und alles durchchecken das ich gar nicht so nen Hormonetief bekomme!
    Auf in ein neues Leben ohne Hehe

    Liebe Grüße Anika

    Antworten
    1. Janni

      Hi Anika, das hört sich super an bei dir. Wie geht´s dir jetzt? Wie kommst du mit deiner L-Thyroxin-Dosis klar? Bei mir ist alles noch ein wenig in der Ausprobier- und Einstellphase. 125 waren zu viel, jetzt bekomme ich weniger und das fühlt sich schon besser an. 🙂

      Antworten
      1. Anonymous

        Hallöli,
        Nachdem ich erstmal in eine Üble Unterfunktion gerasselt bin TSH 25...
        Geht es mir jetzt super, seit 2 Monaten nehme ich 150 LT und komme damit super klar. Also wenn es so bleibt wie es die letzten Wochen ist bin ich absolut zufrieden. Ich hab auch MB und Hashimoto, das seit 16 Jahren diese Zeit war oft sehr schwer... aber die Entscheidung zu einer OP auch.
        Ich denke es ist einfach auch Wahnsinnig wichtig positiv zu denken. Seinen Körper zwar auch ernst zu nehmen, aber auch nicht auf jede Kleinigkeit an zuspringen. Es gibt einfach gute und weniger gute Tage .
        Wie geht es dir denn mittlerweile?
        Viele liebe Grüße an alle ihr Ohne Kröte :-))))

        Antworten
      2. Nicole M.

        Danke für diesen Erfahrungsbericht. Ich war heute zum Vorgespräch und komme am 23.7.18 auf den Tisch. Bin jetzt etwas relaxter was meine Angst betrifft. Also Danke nochmal.

        Antworten
  41. Anne

    Hallo,
    sehr guter witzig Geschriebener Bericht!
    Meine OP ist jetz gut zwei Wochen (15 Tage) her, aber mein Hals ist noch wulstig dick oberhalb der Narbe. Ich fühl mich als würde ich einen Strick um den Hals tragen. Da hast Du Glück gehabt daß es bei Dir so schön aussieht.
    Liebe Grüße

    Antworten
    1. Janni

      Hi Anne,

      danke für dein Feedback! Ich kann dich beruhigen, nach 14 Tagen war das bei mir auch noch sehr dick. Es ist auch jetzt, nach über einem Monat noch etwas dick, und die Narbe ist momentan auch rot und auffälliger, als vorher. Das sieht man nur auf den Bildern nicht. 😉

      Antworten
      1. Tanja

        Liebe Janni,
        vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht. Ich ärgere mich nur darüber ihn nicht vor der OP entdeckt zu haben. Bei mir war es, da ich Diabetes habe, ein auffälliger Wert beim TSH bei den vierteljährlichen Blutuntersuchungen. Dies hat meinen Hausarzt sofort zu einer Ultraschalluntersuchung animiert und direkt danach zu einer Überweisung zur Szintigraphie geführt... mit dem Erfolg dass ich sowohl unter Hashimoto leide, als auch sehr viele Knoten in beiden Lappen vorhanden sind. Und leider sind nicht alle davon kalte... seufz.
        Ich habe mich jedoch nicht direkt für die OP entschieden, da ich ein fürchterlicher Schisser bin (logisch.. gelernter Krankenschwester mit ner Krankenhausphobie als Patient) bei der nächsten Blutuntersuchung war trotz LT einnahme eine Verschlechterung aller Werte angezeigt und die erneute radiologische Untersuchung führte zu der "Sie müssen es entscheiden, wenn es meine wäre, würde ich sie SOFORT rausnehmen lassen"- Aussage des Radiologen... soviel zur Beruhigung.
        Brav (oder auch doof) wie ich bin, hab ich einen Termin ausgemacht und den auch für Anfang Mai erhalten, in drei Wochen!!! Ebenso brav habe ich das meinem Arbeitgeber mitgeteilt... da fing der Fehler an.
        Erst hab mein Chef mich noch höflich gebeten den Termin bis nach seinem Urlaub zu verschieben, als ich das abgelehnt habe, wurden seine Drohungen so massiv, dass ich, zusammen mit der Angst vor Krebs - total panisch wurde. In der Firma geheult und gezittert habe.
        Den Termin habe ich nicht verändert, sondern bin nach Feierabend zu meinem Hausarzt und wurde wegen Angstzuständen arbeitunfähig geschrieben ... ich bin jetzt also auch noch ein Psycho - laut meinem Chef.
        Da ich nicht mehr in die Firma wollte um die AU abzugeben, hat meine Mutter es getan und ich bin an der Ecke aus dem Wagen gestiegen um nicht gesehen zu werden - Pech, das der Chef gerade an uns vorbeifuhr. Die Folge war die nächste WhatsApp mit der nächsten Drohung: ob ich Angst hätte und meine Mutter vorschicke, weil man mir ja ansehen würde, dass ich nicht krank bin... und das er den Amtsarzt informieren würde... und nocheinmal die Drohung mir zu kündigen.
        Die Kündigung kam dann auch direkt, noch vor der OP!
        Vorbereitungsgespräche, Aufklärung und und und... alles wie bei dir. Morgens um halb sieben im KKH sein und dann als erste Patientin runter in den OP (ohne Thrombosestrümpfe..) natürlich mit der LmaA-Pille intus. Dieselbe blöde Fragerei nach Namen und Geburtsdatum. Zugang gelegt, Arme fixiert, Maske auf und nach 2 Atemzügen weg...
        Wach geworden 3.5 Stunden später, mit zwei Schläuchen im Hals.
        Eine Stunde später war ich auf dem Zimmer und wollte nur schlafen, hab nur kurz die Familie informiert und nur gepennt. Allerdings "musste" ich gegen 13h schon in Begleitung aufstehen und zum WC. Hat prima geklappt, bis auf meine beiden Handtäschchen, die dauernd im Weg waren... essen ging wegen erbrechen an dem tag gar nicht.
        Also.. Donnerstag OP, Freitag ging es bestens und essen klappte perferkt. Vorher hatte mir der Arzt gesagt dass ich evtl Samstag schon nach Hause könnte und siehe da... nach Entfernen der Schläuche,( hatte ich auch Angst vor) schmerzfrei und perfekt abgelenkt dadurch dass er mir währenddessen erzählt hat dass die histologische Untersuchung keinen Krebs gefunden hat, durfte ich tatsächlich nach Hause.
        Und war geschafft... tagelang... dennoch - weil ich ja blöd bin- direkt Sonntag morgens mit dem Hund und später mit Familie gegrillt.
        LT nehme ich nun mit 150mµ und komme damit gut zurecht. Allerdings habe ich seit ca einer Woche, also 5 Tage nach der OP, extreme Nackenschmerzen. Tagsüber geht es, gegen Abend werden sie der reinste Horror, dem ich nur mit Heizkissen und Schmerzmedi begegnen kann.
        Laut Hausarzt völlig normal, gestern Faden gezogen, 11 Tage nach der OP - dank der Feiertage - und dabei entdeckt dass in dem Faden mittig noch ein Knoten war... wtf???? Soviel zum Thema Fadenziehen tut nicht weh...
        Die Naht ist rot, gereizt und trocken - bitte keine Pflaster drauf. Hab ich nicht getan und bin abends (mit Nackenschmerzen) ins Bett. Nachts aufs Klo und beim Händewaschen gesehen dass etwas meinen Hals runterläuft... Wundsekret? Oder aus der dicken Wulst über der Naht? Jedenfalls muss das schon ne Weile gelaufen sein da mein Kissen auch nass war... toll!
        Ich habe dann nur ein sauberes, nicht fusselndes Tuch genommen und es drumrum gelegt und weiter geschlafen.
        Jetzt ist es halb zwölf und es tritt immer noch Flüssigkeit aus. Laut telefonischer Nachfrage beim Arzt ist es okay, und ich soll es trocken halten und Luft dran lassen... hoffentlich hört es bald auf, es macht mich rasend...
        Abschließend kann ich nur sagen, dass ich froh bin dass die Kröte raus ist und ich keine Angst mehr davor haben muss, die Nebendrüsen sind da und arbeiten fleißig, wenn jetzt noch die Narbe richtig zu ist, bin ich fast die alte. Ach ja, Heiser bin ich noch, obwohl laut HNO alles okay ist - dauert eben bei manchen länger... und es ist ja erst 12 Tage her.
        Liebe Grüße an alle

        Antworten
        1. Tiffy

          Hallo tanja
          Wie sind sie nach der op mit ihrem diabetes klar gekommen? Muessen sie auch spritzen? Hat die op sich event.positiv auf die bz werte ausgewirkt? Ich weiss viele fragen aber ich muss auch zur op und bin auch diabetikerin.
          Lg

          Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.